05:50 04 August 2020
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    Die Nord Stream 2 AG, der Betreiber des gleichnamigen Gaspipeline-Projektes, hat nach eigenen Angaben beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) Berufung gegen eine Entscheidung des Gerichts ordentlicher Gerichtsbarkeit der EU eingelegt.

    „Das Unternehmen fechtet die Entscheidung zur Gasrichtlinie der EU an. Nord Stream 2 AG lehnt die vom Gericht angeführten Argumente in Bezug auf Verfahrensfragen ab und ist nach wie vor überzeugt, dass die Abänderungen zur Gasrichtlinie eine gesetzwidrige Diskriminierung sei“, wurde gegenüber russischen Medien mitgeteilt.

    Das Gericht ordentlicher Gerichtsbarkeit hatte im Mai die Klage gegen Abänderungen zur europäischen Gesetzgebung über Gasleitungen aus Drittländern abgewiesen. Wie die Projektgesellschaft betonte, habe das Gericht die Klage nicht in der Hauptsache abgelehnt. Die Gerichtsentscheidung habe sich ausschließlich auf Verfahrensfragen bezogen, hieß es.

    Die erneuerte Gasrichtlinie der EU sieht unter anderem vor, dass die Förderung und der Transport von Gas aus Drittländern über die Territorien der EU-Staaten von verschiedenen Unternehmen betrieben werden soll.

    Die ersten Stränge der Pipeline (Nord Stream 1) wurden im November 2011 eingeweiht und verlaufen von Wyborg nach Greifswald. Zwei weitere Röhren sind unter der Bezeichnung Nord Stream 2 im Bau. Die beiden neuen Stränge sollen 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr zusätzlich in das Gebiet der Europäischen Union leiten. Die Nord Stream 2 AG ist Eigentümer der Pipeline Nord Stream 2, die zu 100 % dem russischen Energiekonzern Gazprom gehört.

    ls/tm

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    Tags:
    Der Europäische Gerichtshof (EuGH), Nord Stream 2 AG, EU, Russland, Deutschland