01:58 05 August 2020
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    US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben im Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nie die Berichte thematisiert, wonach Russland den Taliban Kopfgelder für Angriffe auf US-Soldaten in Afghanistan bezahlt haben soll.

    „Ich habe das nie mit ihm besprochen“, sagte Trump am Dienstag in einem Interview mit dem Portal „Axios“. Auch bei einem Telefonat mit Putin am vergangenen Donnerstag seien sie auf das Thema nicht eingegangen, hieß es weiter. 

    „Das war ein Anruf, um andere Dinge zu besprechen, und ehrlich gesagt ist dies ein Thema, von dem viele Leute sagten, es handele sich um falsche Nachrichten“, sagte der US-Präsident.

    Putin-Trump-Telefonat

    Zuvor hatte der Kreml-Pressedienst bekanntgegeben, dass Russlands Präsident Wladimir Putin und sein US-amerikanischer Amtskollege Donald Trump am 23. Juli in einem Telefonat Fragen der strategischen Stabilität und der Rüstungskontrolle „ausführlich betrachtet“ hätten. 

    Die Staatschefs hätten auch die Situation rund um das iranische Atomprogramm besprochen und dabei betont, dass „kollektive Bemühungen zur Erhaltung der regionalen Stabilität und des globalen Regimes der Nichtverbreitung von Kernwaffen gefragt“ seien. Auch sei die Absicht ausgedrückt worden, die handelspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA zu entwickeln.

    Donald Trump
    © Foto : Official White House/ Shealah Craighead

    Laut dem Sprecher des Weißen Hauses, Judd Deere, brachte Trump die Hoffnung zum Ausdruck, dass Russland, China und die Vereinigten Staaten einen kostspieligen Rüstungswettlauf vermeiden können. Trump selbst bezeichnete das Telefongespräch mit Putin als „sehr produktiv“.

    Bericht über angebliche Kopfgelder

    Die US-Zeitung „The New York Times“ (NYT) berichtete Ende Juni unter Verweis auf anonyme Mitarbeiter der US-Geheimdienste, dass die russische Militäraufklärung Terrorkämpfern, die mit den Taliban verbunden seien, eine Belohnung für Angriffe auf US-Soldaten in Afghanistan angeboten hätte. Donald Trump sei darüber informiert worden, hieß es. Es wurden aber keine Beweise vorgelegt.

    Die russische Botschaft in den USA forderte daraufhin, dass die Behörden des Landes angemessen auf die Bedrohungen reagieren, die wegen Nachrichten über Russland und Afghanistan gegen Diplomaten gerichtet wurden. Das russische Außenministerium bezeichnete die Medienberichte als „Fake“ und Trump sprach von Lüge. Das Weiße Haus, das Pentagon und der US-Geheimdienst erklärten, dass es derzeit keine Bestätigung für solche Berichte gebe und Trump nicht darüber informiert worden sei.

    Trump erklärte, dass die ganze Geschichte erfunden worden sei, um ihm und der Republikanischen Partei zu schaden.

    Moskaus Reaktion

    Kremlsprecher Dmitri Peskow brachte in einem Kommentar zu dem NYT-Beitrag sein Bedauern zum Ausdruck, dass die einst größten und renommiertesten Medien der Welt solche Fälschungen nicht scheuen. Er fügte hinzu, dass die Behauptung eines Komplotts eine Lüge sei.

    Auf die Frage von Journalisten, ob Trump dieses Thema in diesem Jahr irgendwie mit Wladimir Putin besprochen habe, antwortete Peskow verneinend.

    pd/sb/sna/rtr

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    Tags:
    Thema, Belohnung, Taliban, Telefonat, Wladimir Putin, Donald Trump