23:54 02 Dezember 2020
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    Der ständige russische Vertreter in Wien, Michail Uljanow, sieht Vorteile für Deutschland angesichts des Teilabzugs der US-Truppen.

    „Manche Beobachter betrachten den Abzug von 12.000 amerikanischen Soldaten aus Deutschland als ‚Bestrafung’ Berlins. Warum? Deutschland steht unter keiner Bedrohung. Also wird der Sicherheitsbereich nicht betroffen sein. Aus politischer Sicht wird Deutschland wahrscheinlich nur Vorteil daraus ziehen“, schrieb Uljanow bei Twitter.

    ​Der Diplomat fügte hinzu, dass der Abzug eines Teils des amerikanischen Militärkontingents aus Deutschland lediglich die wirtschaftliche Situation in den Gebieten rund um die US-Militärbasen beeinflussen könnte. 

    Zuvor hatte US-Verteidigungsminister Mark Esper den Abzug von rund 12.000 amerikanischen Soldaten aus Deutschland angekündigt. Die meisten von ihnen (6400) sollen in die USA zurückkehren, die Restlichen sollen in europäische Nato-Länder, darunter auch nach Italien und Belgien, umverlegt werden.

    US-Präsident Donald Trump hatte bereits früher versprochen, die Zahl der US-Soldaten in Deutschland zu reduzieren. Zur Begründung dieser Absicht sagte er, dass Berlin mit seinen Beitragszahlungen an das Nato-Budget im Rückstand sei.

    Am Mittwochabend äußerte der Chef des Weißen Hauses bei Twitter sein Befremden darüber, dass die USA Deutschland gegen Russland schützen sollen, während Berlin Energieträger von Moskau kaufe.

    ls/tm

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    Tags:
    Donald Trump, Mark Esper, Twitter, Russland, Deutschland