08:49 09 August 2020
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    Der Bau der Nord Stream 2-Gaspipeline kann laut der dänischen Energieagentur (DEA) am 3. August wieder aufgenommen werden, nachdem die Frist für die Berufung auf die neue Genehmigung Dänemarks abgelaufen ist – auch wenn gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt werde.

    „Eine mögliche Berufung, die bei der dänischen Energiebehörde eingereicht wird, wird keine sofortige aufschiebende Wirkung haben, wenn der Rat nicht anders entscheidet“, teilte die Regulierungsbehörde mit.

    Genehmigung für die Nord Stream 2 AG

    Die DEA hatte zuvor angekündigt, Änderungen in die Genehmigung für die Nord Stream 2 AG zum Bau von Nord Stream 2 in dänischen Gewässern eingebracht zu haben. Insbesondere dürfe das Unternehmen nun bei der Umsetzung des Projekts nicht nur Schiffe mit dynamischer Positionierung, sondern auch mit Anker einsetzen. Wie die Agentur erklärte, verlaufe die Pipeline-Route, die fertiggestellt werden soll, außerhalb der Risikozone des Kontakts mit chemischen Waffen, die am Grund der Ostsee vergraben sind. Der Bau von Nord Stream 2 kann jedoch nicht früher als am 3. August wieder aufgenommen werden, wenn die Frist für die Berufung auf die erneuerte Genehmigung Dänemarks abläuft.

    Das Projekt Nord Stream 2

    Das Projekt Nord Stream 2 umfasst den Bau einer Gasleitung mit einer Kapazität von 55 Milliarden Kubikmetern pro Jahr von der russischen Küste über den Meeresgrund der Ostsee bis nach Deutschland. Es wird von der Nord Stream 2 AG mit ihrem Alleingesellschafter Gazprom umgesetzt. Europäische Partner – Royal Dutch Shell, OMV, Engie, Uniper und Wintershall – finanzieren das Projekt insgesamt zu 50 Prozent, das heißt, jeweils bis zu 950 Millionen Euro.

    Gegen das Projekt treten aktiv die USA auf, die ihr Flüssigerdgas in die EU promoten, sowie die Ukraine, die Angst hat, den Transit zu verlieren. Die Vereinigten Staaten verhängten im Dezember Sanktionen gegen Nord Stream 2 und forderten die Unternehmen auf, die Verlegung der Pipeline sofort einzustellen. Das schweizerische Unternehmen „Allseas“ kündigte fast sofort die Einstellung solcher Arbeiten an. Russland hat mehrmals darauf hingewiesen, dass das Projekt kommerziell und für Europa von Vorteil sei.

    ek/sb/sna

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    Tags:
    Genehmigung, Berufung, Dänemark, Nord Stream 2