05:21 04 August 2020
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    Die Bunderegierung will den Ausbildungsmarkt in Corona-Zeiten unterstützen, damit möglichst viele junge Menschen eine Chance auf eine Berufsausbildung haben. Dafür stellt sie Prämien für Betriebe in Aussicht, die in der Krise weiter ausbilden. Insgesamt werden für die Maßnahmen 500 Millionen Euro eingeplant.

    Die geplanten Prämien für Betriebe, die in der Krise weiter ausbilden oder die Zahl der Lehrstellen sogar erhöhen, können nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums von Anfang August an beantragt werden. Die entsprechende Förderrichtlinie soll demnach zuvor an diesem Freitag im Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

    Ausbildung trotz Corona

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), es solle verhindert werden, „dass es einen Corona-Jahrgang am Ausbildungsmarkt gibt“. Kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe, die besonders von der Corona-Pandemie betroffen sind, sollen 2000 Euro für jeden abgeschlossenen Lehrvertrag erhalten, wenn sie ihre Zahl an Azubis stabil halten. Für jeden Ausbildungsplatz, den sie über Vorjahresniveau schaffen, bekommen sie sogar 3000 Euro.

    „Das Signal an die kleinen und mittelständischen Unternehmen ist: Bildet aus – trotz Corona!“, sagte Heil.

    Unterstützung soll es daneben auch für Unternehmen geben, die Auszubildende nicht in Kurzarbeit schicken, und für Betriebe, die Azubis aus Unternehmen aufnehmen, die insolvent gegangen sind.

    An diejenigen gerichtet, die noch unversorgt sind und keinen Ausbildungsvertrag haben, aber eine berufliche Ausbildung anstreben, sagte Heil: „Kümmert Euch, wendet Euch an die Bundesagentur für Arbeit, guckt Euch um! Wir unterstützen Euch dabei.“ Ziel sei es, dass möglichst alle eine Chance bekommen auf eine betriebliche Ausbildung.

    Bundesagentur für Arbeit spricht von „Würgejahr“ 

    Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, hatte das Ausbildungsjahr als ein „Würgejahr“ bezeichnet. „Das Problem ist, dass wir in den letzten Monaten mit unseren Berufsberatern nicht in die Schulen konnten.“

    Insgesamt stehen in diesem Jahr laut BA 482.000 gemeldeten Lehrstellen 417.000 Bewerber gegenüber. Sowohl die Zahl der Bewerber als auch die Zahl der Stellen sei um acht bis zehn Prozent rückläufig. Der Vermittlungsprozess hänge zeitlich sechs bis acht Wochen hinter den Vorjahren zurück.

    pd/sb/dpa

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    Tags:
    Prämien, Unterstützung, Geld, Bundesregierung, Ausbildung