14:46 13 August 2020
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    Der Rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz rechnet damit, dass die USA den Flugplatz Spangdahlem nicht ganz aufgeben werden. Gegenüber der DPA sagte der SPD-Politiker, er gehe davon aus, dass der Flughafen bestehen bleibe. Die Landesregierung habe viel Erfahrung mit der erfolgreichen Umwandlung militärisch geprägter Regionen, betonte er.

    In den vergangenen 15 Jahren hätten die Amerikaner weit mehr als 400 Millionen US-Dollar in den Standort Spangdahlem gesteckt, fügte Lewentz hinzu.

    Die USA wollen ein Drittel ihrer in Deutschland stationierten Truppen abziehen. Gut die Hälfte der rund 12.000 betroffenen Soldaten sollen zunächst in die USA zurückgeholt und weitere 5600 in andere Nato-Länder verlagert werden. Vom Stützpunkt Spangdahlem in Rheinland-Pfalz soll ein Geschwader mit etwa 20 F16-Kampfjets samt Piloten, Mechanikern und Unterstützungskräften nach Italien verlegt werden. Der Luftwaffenstützpunkt in der Region Eifel ist auch Arbeitgeber für etwa 800 deutsche Zivilbeschäftigte.

    Lewentz sieht „keinen rationalen Grund“ für den Abzug der Truppen. Die Landesregierung sei permanent im Gespräch mit Abgeordneten, Militärs und Entscheidungsträgern in den USA. Der Standort Spangdahlem sei aus deren Sicht „technisch so erstklassig, dass man sich fragt, weshalb man da Geld in die Hand nehmen sollte, nur um den Status quo an anderer Stelle zu entwickeln – auch vor dem Hintergrund der großen finanziellen Einbußen durch die Pandemie“.

    Die Zahl der US-Soldaten in Deutschland soll um fast 12.000 verringert werden - und damit deutlich stärker als bislang bekannt. Ursprünglich hatte die US-Regierung von einem Abzug von rund 10.000 der etwa 36.000 Soldaten in Deutschland gesprochen. Damit werde die „strategische Flexibilität“ der US-Streitkräfte erhöht, sagte Esper im Pentagon vor Journalisten.

    Die Ankündigung von US-Verteidigungsminister Mark Esper sei nach Lewentz’ Worten „nur eine politische Skizze“. „Die Militärs sind nun aufgefordert zu schauen, was das im Einzelnen bedeutet.“

    ls/sb/dpa

     

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    Tags:
    Mark Esper, Spangdahlem, USA, Deutschland