00:41 29 November 2020
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    Laut Premierminister Mateusz Morawiecki gibt es in Polen keine harten antirussischen Gefühle, allerdings kann Warschau Projekte wie Nord Stream 2 kaum tolerieren.

    Der Regierungschef kritisierte auch das finanzielle Engagement Deutschlands bei der russischen Gaspipeline. Innerhalb der Regierungspartei ist man ihm zufolge unterschiedlicher Meinung, was die Beziehungen zu Deutschland anbetrifft. Einig sei man sich aber darüber, dass Warschau „Nord Stream 2 nicht akzeptiert“.

    „Ich glaube nicht, dass in Polen eine harte antirussische Rhetorik herrscht. Jedoch gibt es einige Themen, die wir nicht mögen, zum Beispiel Nord Stream 2“, zitiert das Portal Biznes Alert Morawiecki.

    Nach Polens Ansicht werden mit dem in die Gasleitung investierten europäischen Geld russische Waffen finanziert. Außerdem werde es Moskau laut Morawiecki dank diesem Projekt möglich sein, die Ukraine von der Gasversorgung Westeuropas abzuschneiden und dann mit diesem Land tun können, was es wolle. 

    „Aus diesem Grund sind Nord Stream und Nord Stream 2 für unsere Region so gefährlich und deshalb kritisieren wir Deutschland“, gab der polnische Ministerpräsident zu verstehen.

    Nord Stream 2 

    Nord Stream 2 umfasst den Bau von zwei Pipelinesträngen von der russischen Küste durch die Ostsee nach Deutschland. Hinter dem Projekt steht der russische Staatskonzern Gazprom, der die Hälfte der geplanten Gesamtkosten von 9,5 Milliarden Euro stemmen soll. Die andere Hälfte finanzieren fünf europäische Energieunternehmen: Wintershall Dea, OMV sowie Uniper, Royal Dutch Shell und Engie.

    om/ae

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    Tags:
    Deutschland, Russland, Nord Stream, Mateusz Morawiecki, Polen