16:06 21 September 2020
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    Dänische Behörden haben keine Berufungen gegen die Entscheidung der Energieagentur DEA erhalten, laut der die Nord Stream 2 AG für die Rohrverlegung Schiffe mit Ankern verwenden darf. Demnach kann der Betreiber die Bauarbeiten schon am heutigen Dienstag wieder aufnehmen.

    DEA hat zuvor dem Betreiber der Gasleitung gestattet, dass die Arbeiten am letzten Teilstück der Nord Stream 2 auch Verlegeschiffe mit Ankern durchführen dürfen. Zuvor waren hierfür nur Schiffe mit dynamischer Positionierung zugelassen. 

    Wie die Behörde erklärte, verläuft das fertigzustellende Teilstück außerhalb der Zone, wo ein Kontakt mit den am Grund der Ostsee vergrabenen C-Waffen möglich wäre. Die Genehmigung gilt jedoch erst nach Ablauf der Berufungsfrist am 3. August.

    Details zu Nord Stream 2

    Die Pipeline Nord Stream 2 soll Erdgas aus Russland über den Meeresgrund in die EU durch zwei parallel verlaufende Stränge bringen – bis zu 55 Milliarden Kubikmeter jährlich. Das Projekt wird von der Nord Stream 2 AG umgesetzt. Der russische Gasgigant Gazprom verfügt über 51 Prozent der Aktienanteile dieser AG. Die europäischen Partner Royal Dutch Shell, OMV, Engie, Uniper und Wintershall finanzieren das Projekt zu 50 Prozent.

    Die USA, die Ukraine und einige andere Länder stemmen sich aktiv gegen das Projekt. Washington will russisches Pipelinegas in Europa durch sein deutlich teureres verflüssigtes Erdgas (LNG) ersetzen. Die Ukraine befürchtet schwere Einbußen nach einem möglichen Wegfall des russischen Gastransits durch ihr Territorium. Polen, Lettland und Litauen lehnen das Vorhaben als politisch motiviert ab. 

    Die Pipeline sollte Ende 2019 fertig sein, allerdings machten im Dezember eingeführte US-Sanktionen gegen das Projekt einen Strich durch die Rechnung.

    om/ae

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    Tags:
    Schiffe, Fertigbau, Nord Stream, Russland, Dänemark