06:16 04 Dezember 2020
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    Nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut hat die libanesische Regierung am Mittwoch einen zweiwöchigen Notstand in der Hauptstadt ausgerufen. Mit dem Beschluss übernimmt dort nun das Militär die Zuständigkeit für die Sicherheit.

    Außerdem wurde der Armee befohlen, jene Mitarbeiter des Hafens, die seit 2014 für die Verwaltung des Lagerhauses zuständig waren, unter Hausarrest zu stellen.

    Dort lagerten explosive Chemikalien, die sich nach Einschätzung der Behörden bei der gewaltigen Detonation entzündet hatten. Das Kabinett stellte zudem 100 Milliarden libanesische Pfund (nach offiziellem Wechselkurs 56 Millionen Euro) Hilfsgelder bereit.

    Explosion im Hafen von Beirut  

    Eine gewaltige Explosion hatte am Dienstagabend den Hafen von Beirut erschüttert. Nach den jüngsten Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums ist die Zahl der Toten auf 135 gestiegen. Weitere 5000 Menschen seien verletzt worden.

    Laut der Stadtverwaltung wurde etwa die Hälfte der Gebäude in Beirut beschädigt. Die Krankenhäuser sind aufgrund der hohen Zahl der Verletzten überfordert. Die Explosion war so massiv, dass sie bis im rund 160 Kilometer entfernten Zypern zu hören war. Große Teile der Stadt wurden verwüstet.

    ns/rtr/gs

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    Tags:
    Zypern, Hilfsgüter, Verletzte, Tote, Armee, Notstand, Regierung, Explosion, Hafen, Libanon