07:35 05 Dezember 2020
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    Die Drohungen von US-Senatoren gegen den Hafen von Sassnitz auf Rügen wegen der laufenden Bauarbeiten für die Gaspipeline Nord Stream 2 bedeuten laut dem Energiesprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Martin Neumann, ein neues Eskalationsstadium des geopolitischen Konflikts zwischen den USA und Europa.

    Neumann nahm Bezug auf den dreiseitigen Brief der Senatoren Ted Cruz, Tom Cotton und Ron Johnson mit konkreten Sanktionsdrohungen gegen die Sassnitz GmbH, die an der Fertigstellung der Gaspipeline Nord Stream 2 beteiligt ist. 

    In dem der Agentur RIA Novosti zur Verfügung stehenden Schreiben von Mittwoch drohen die republikanischen Senatoren dem deutschen Fährhafen Sassnitz „rechtlich verbindliche“ und „vernichtende“ Sanktionen an.

    „Wenn Sie weiterhin Waren, Dienstleistungen und Unterstützung für das Nord-Stream-2-Projekt bereitstellen, werden Sie das zukünftige finanzielle Überleben Ihres Unternehmens zerstören“, hieß es laut Medienberichten in dem Schreiben.

    Neumann zufolge geht es dabei um Sanktionen und Konsens im Rahmen der gesamten US-Regierung. Also gehe diese Initiative nicht von einzelnen aggressiv eingestellten Senatoren aus. 

    Die Ausdruckswahl der Briefautoren, darunter die Androhung einer finanziellen Zerstörung, sei nicht angebracht in einem Partnerdialog, betonte der Bundestagsabgeordnete.

    Neumann äußerte außerdem Besorgnis über die Pläne der USA, die Einreise für die Vorstandsmitglieder des Unternehmens zu verbieten und dessen Finanzkapital einzufrieren. Nach Meinung des Abgeordneten ist ein Weg der Zusammenarbeit und nicht einer Konfrontation der einzig richtige Weg. Die Marktwirtschaft werde selbst darüber entscheiden, woher Europa in Zukunft Energieträger beziehen werde, so Neumann. Der Umstand, dass Europa immer mehr Energieträger brauche, müsse auch in den USA akzeptiert werden. 

    ls/sb

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