22:33 24 November 2020
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    Laut einer Mitteilung der Internationalen Kriminalpolizeilichen Organisation (IKPO) von Freitag will die Organisation nach der gewaltigen Explosion im Hafen von Beirut auf Anfrage der libanesischen Führung ihr Expertenteam -  the Incident Response Team (IRT) - in das Land entsenden.   

    „Auf Ersuchen der libanesischen Behörden setzt die Interpol nach der Explosion, bei der mehr als 150 Menschen ums Leben kamen und ein großer Teil der Stadt zerstört wurde, ein spezialisiertes IRT in Beirut ein“, heißt es in der Mitteilung.

    Das internationale Team, dem auch DVI (Disaster Victim Identification)-Experten angehören, werde vor Ort helfen. (DVI bedeutet die Identifizierung von Katastrophen- oder Anschlagsopfern – Anm. d. Red.)

    Die tragische Explosion habe die Stadt, das Land und unzählige Familien erschüttert, sagte der Generalsekretär von Interpol, Jürgen Stock.

    „Die Erfahrung der Interpol bei der Bereitstellung dieser Art von Hilfe kann den nationalen Behörden erheblich helfen, und wir werden weiterhin die vom Libanon geforderte und angeforderte Unterstützung leisten“, fügte der Interpol-Chef hinzu.

    Die spezialisierten Teams – IRTs - von Interpol  werden auf Anfrage eines Mitgliedslandes in einer Krisensituation eingesetzt und sind auf die spezifische Art der Katastrophe oder des Verbrechens sowie die Anforderungen des anfragenden Landes zugeschnitten.

    Gewaltige Explosion in Beirut

    Eine gewaltige Explosion hatte am Dienstagabend den Hafen von Beirut erschüttert. Sie hat bislang 154 Todesopfer gefordert, diese Zahl kann weiter steigen. Etwa 5000 Menschen wurden verletzt. Unter den Trümmern werden noch Vermisste vermutet. Nationale sowie internationale Helfer suchen weiter nach Überlebenden.

    Nach Angaben der örtlichen Behörden wurde die Explosion durch die Detonation von 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat verursacht, die 2014 vom Zoll beschlagnahmt und gelagert wurden.

    pd/mt/sna

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    Team, Experten, Hilfe, Hafen, Interpol, Explosion, Beirut