08:00 26 November 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    Präsidentenwahl in Weißrussland (124)
    136735
    Abonnieren

    Laut einer Telefonumfrage der weißrussischen Firma Ecoom von Sonntag wird der Amtsinhaber Alexander Lukaschenko bei der Präsidentschaftswahl von 78,9 Prozent der Befragten unterstützt.

    Ecoom führt Umfragen im Auftrag des staatlichen Fernsehsenders „Der Zweite nationale TV-Kanal“ (ONT - öffentlich-nationales Fernsehen) durch. Der Sender veröffentlichte die Ergebnisse der Umfrage in seinem offiziellen Telegramkanal.

    „Eine neue Meinungsumfrage von Ecoom hat die hohe Unterstützung für Alexander Lukaschenko bestätigt - 78,9 Prozent“, heißt es in der Mitteilung.

    Laut der Umfrage gaben 7,1 Prozent der Befragten an, Swetlana Tichanowskaja zu unterstützen. 2,1 Prozent unterstützen demnach Anna Konopazkaja, 0,8 Prozent - Sergej Tscheretschen und 0,9 Prozent  - Andrej Dmitrijew. 10,2 Prozent der Befragten sprachen sich gegen alle Kandidaten aus.

    Bei der landesweiten Stichprobe, die 2817 Menschen erfasste, sei der statistische Fehler nicht höher als 2,5 bis vier Prozent ausgefallen.

    „Insgesamt nahmen mehr als 40 Prozent der Wähler an einer vorzeitigen Abstimmung teil. Dabei ist laut der vorherigen Umfrage mehr als die Hälfte der Bevölkerung - 61,4 Prozent - generell positiv bezüglich der Möglichkeit einer vorzeitigen Abstimmung eingestellt“, hieß es weiter.

    Präsidentschaftswahlen in Weißrussland

    Bei den Präsidentschaftswahlen in Weißrussland am Sonntag kandidierte der 65-jährige Lukaschenko für seine sechste Amtszeit. Um das Präsidentenamt bewarben sich vier weitere Kandidaten: Die ehemalige Abgeordnete des Unterhauses Anna Konopazkaja, der Co-Vorsitzende der Gesellschaftsvereinigung „Gowori Prawdu“ (Sage die Wahrheit), Andrej Dmitrijew, der Chef der sozial-demokratischen Partei „Gramada“, Sergej Tscheretschen, und die Ehefrau eines bekannten weißrussischen Video-Bloggers, Swetlana Tichanowskaja.    

    Proteste nach dem Wahlende 

    Nach dem Ende der Präsidentenwahl am Sonntagabend versammelten sich in Minsk und anderen Städten trotz eines Großaufgebots der Sicherheitskräfte viele Menschen. Die Opposition hatte zuvor zu Protesten aufgerufen. 

    Nach Angaben eines Korrespondenten der Nachrichtenagentur RIA Novosti wurden im Stadtzentrum von Minsk Blitzgranaten gegen die Demonstranten eingesetzt. Es soll Verletzte unter den Teilnehmern geben. Auf dem Platz des Sieges kam es demnach zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten. Oppositionelle Aktivisten bewerfen die Beamten mit Knallkörpern. Die Bürger in Minsk haben seit Stunden Probleme mit dem Internet sowie beim Senden und Empfangen von Nachrichten, berichtet Sputnik Belarus. Die Demonstranten errichten demnach Barrikaden aus Müllcontainern. Die Bereitschaftspolizei setzte Wasserwerfer ein.

    In der weißrussischen Hauptstadt sowie in Witebsk und Brest sei es zu Festnahmen gekommen, hieß es. 

    pd/mt/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Präsidentenwahl in Weißrussland (124)

    Zum Thema:

    „Überraschung für Russen“: USA verlegen Raketenwerfer von Ramstein ans Schwarze Meer
    Russische Militärs melden erfolgreichen Test neuer Abfangrakete – Video
    Russland kostengünstig in die Knie zwingen – Strategien der US-Denkfabrik „Rand Corporation“
    Medizinprofessor kritisiert Corona-Politik: „Die Zahlen des RKI sind das Papier nicht wert“
    Tags:
    Umfrage, Abstimmung, Wahl, Alexander Lukaschenko, Weißrussland