16:04 21 September 2020
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    Präsidentenwahl in Weißrussland (111)
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    Die Bundesregierung hat den Verlauf der Präsidentschaftswahl in Weißrussland kritisiert. Laut Regierungssprecher Steffen Seibert entspricht die Wahl nicht den demokratischen Standards.

    Es sei „ganz offenkundig“, dass bei der Wahl am Sonntag „die Mindeststandards für demokratische Wahlen nicht eingehalten wurden“, sagte Seibert am Montag in einer Bundespressekonferenz.

    Verurteilt werde auch Gewalt gegen friedlich demonstrierende Bürger und die Festnahme von Journalisten, so Seibert weiter.

    „Die politische Führung des Landes muss den Willen der Bürginnen und Bürger akzeptieren“, forderte er.

    Es liefen Bemühungen für eine gemeinsame Reaktion der EU.

    Proteste in Weißrussland

    In mehreren weißrussischen Städten kam es am Sonntagabend, nach den Präsidentschaftswahlen, zu Massenprotesten. Im Zentrum von Minsk errichteten Demonstranten Barrikaden aus Mülleimern. Die

    Polizei setzte Tränengas, Wasserwerfer und Blendgranaten gegen sie ein und verdrängte die Demonstranten aus dem Stadtzentrum. Infolge der Protestaktionen wurden landesweit etwa 3.000 Menschen festgenommen und etwa 100 Menschen verletzt. Tote gibt es keine, berichtet das weißrussische Innenministerium.

    Präsidentschaftswahlen in Weißrussland

    Am Sonntag fanden in Weißrussland Präsidentschaftswahlen statt. Nach vorläufigen Angaben der Wahlbehörde konnte der amtierende Staatschef, Alexander Lukaschenko, 80,23 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen.

    ns/dpa/sna/gs

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    Steffen Seibert, Bundesregierung, Proteste, Alexander Lukaschenko, Präsidentschaftswahl, Weißrussland