09:34 30 September 2020
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    Präsidentenwahl in Weißrussland (119)
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    Im Zentrum der weißrussischen Hauptstadt Minsk hat die Polizei am Montagabend Tränengas gegen Protestierende eingesetzt. Es kam zu weiteren Festnahmen.

    Das weißrussische Innenministerium hat inzwischen versprochen, keine „Destabilisierung“ im Land zuzulassen.

    Auch in der Stadt Brest versuchte die Polizei, die Demonstranten zu vertreiben. 

    ​Der seit 1994 regierende Lukaschenko ist bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag nach Angaben der Zentralen Wahlkommission in Minsk mit 80,08 Prozent der Stimmen für die sechste Amtszeit gewählt worden. Seine Herausforderin Swetlana Tichanowskaja kam auf zehn Prozent der Stimmen. Tichanowskaja erkennt die Niederlage nicht an. Sie hat bereits eine Beschwerde gegen die offiziellen Wahlergebnisse der Präsidentschaftswahl bei der weißrussischen Wahlbehörde eingelegt.

    Proteste nach Präsidentenwahl in Weißrussland

    Die Präsidentschaftswahl in Weißrussland hatte am 9. August stattgefunden.

    Am Sonntagabend war es nach Angaben des Innenministeriums in 33 weißrussischen Orten und mehreren Städten Weißrusslands zu Kundgebungen gekommen. Die Polizei in der Hauptstadt Minsk setzte Tränengas, Wasserwerfer und Lärmgranaten gegen die Protestierenden ein und zwang die Demonstrierenden gegen Mitternacht dazu, das Stadtzentrum zu verlassen.

    Während der Zusammenstöße bei den nicht genehmigten Protestaktionen wurden demnach 39 Ordnungskräfte und mehr als 50 Zivilisten verletzt.

    Insgesamt seien landesweit wegen der Teilnahme an nicht genehmigten Protestaktionen rund 3000 Menschen festgenommen worden, 1000 davon in der Hauptstadt Minsk. Strafverfahren wegen Massenunruhen und Gewaltanwendung gegen Vollzugsbeamte wurden eingeleitet. Den Verdächtigen drohen acht bis 15 Jahre Gefängnis.

    Der amtierende Staatspräsident Lukaschenko behauptete, die Protestdemos würden vom Ausland aus kontrolliert.

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    Tags:
    Festnahme, Proteste, Weißrussland, Minsk