16:07 21 September 2020
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    Der Chef der Zweiten Europaabteilung des russischen Außenministeriums, Sergej Beljajew, hat die Vorwürfe Großbritanniens wegen angeblicher Hackerangriffe und „Untergrabung der Weltordnung“ scharf kritisiert.

    Die Vorwürfe der britischen Behörden gegen Russland seien eine „oberflächliche Wiederholung“ bereits bekannter, unbegründeter Thesen westlicher Politiker, sagte Beljajew in einem Interview mit Sputnik.

    Ende Juli hatte der Geheimdienstausschuss des britischen Parlaments einen Bericht über die angebliche Einmischung Moskaus in die Innenpolitik des Vereinigten Königreichs veröffentlicht, in dem Russland vorgeworfen wurde, durch die Teilnahme an internationalen Organisationen versucht zu haben, die Weltordnung zu untergraben.

    Zuvor hatte das britische Nationale Zentrum für Cybersicherheit (National Cyber Security Centre, NCSC) berichtet, mit den USA und Kanada zusammenzuarbeiten, um Hackerangriffe auf Pharmaunternehmen und Wissenschaftler aufzuspüren. Nach Angaben des NCSC haben mit den russischen Behörden in Verbindung stehende Hacker angeblich versucht, Informationen zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen COVID-19 in drei Ländern zu stehlen.

    „Alle Thesen der Verfasser (der Berichte – Anm. d. Red.) sind im gut bekannten ‚Highly-Likely‘-Stil ausgeführt worden: Es werden keine Beweise oder konkreten Fakten für eine „Einmischung“ angeführt. Dafür entsteht ein negativer Informationshintergrund, der sich destruktiv auf den zwischenstaatlichen Dialog und die normale Entwicklung der bilateralen Beziehungen auswirkt“, äußerte Beljajew.

    Seiner Ansicht nach könnten die Initiatoren dieser Unterstellungen unterschiedliche Ziele verfolgen: Zum Beispiel könnten sie an die aktive Rolle Londons bei der Aufhaltung Russlands in der Weltarena erinnern oder die Aufmerksamkeit von den festgefahrenen Verhandlungen Großbritanniens mit der EU über die Bedingungen der Zusammenarbeit nach dem Brexit ablenken wollen.

    „Auch ein trivialer Wunsch der britischen Geheimdienste, ihre Bedeutung zu demonstrieren und die Regierungspolitik zu beeinflussen, ist nicht auszuschließen“, fügte er hinzu.

    asch/sna/ae

     

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    Einmischung, Covid-19, Coronavirus, Impfstoff, Hackerangriff, Hackerangriffe, Hacker-Angriff, Vorwürfe, Großbritannien, Russland, Russland