02:34 06 Dezember 2020
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    Nach dem Tod zweier irakischer Grenzoffiziere durch einen mutmaßlich türkischen Drohnenangriff hat der Irak einen ranghohen Besuch aus der Türkei kurzfristig abgesagt. Dies meldet am Mittwoch die staatliche irakische Nachrichtenagentur INA.

    Der für Donnerstag geplante Besuch des türkischen Verteidigungsministers Hulusi Akar in Bagdad finde nicht statt, so die Nachrichtenagentur unter Berufung auf eine entsprechende Erklärung des irakischen Außenministeriums. Grund seien die „Aggressionen“ der Türkei im Irak.

    Auch der türkische Botschafter werde deshalb einbestellt.

    Todesopfer bei Drohnenattacke

    Am Dienstag war berichtet worden, dass bei dem Angriff im Nordirak zwei ranghohe irakische Grenzoffiziere getötet worden seien.

    Das türkische Verteidigungsministerium bestätigte lediglich Luftschläge gegen die kurdische Arbeiterpartei PKK in der nordirakischen Region Metina. Dabei sollen zwei PKK-Kämpfer getötet worden sein. Ob es sich um denselben Angriff handelte, war unklar.

    Der Irak verurteilte den Angriff und drohte, die Zusammenarbeit mit der Türkei „auf verschiedenen Ebenen“ zu überdenken.

    Der türkische Staat und die PKK bekämpfen sich seit Jahrzehnten. Im Sommer 2015 war ein Waffenstillstand gescheitert. Seitdem fliegt das türkische Militär wieder regelmäßig Angriffe gegen die PKK im Nordirak und in der Südosttürkei.

    ak/dpa/ae

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    Tags:
    Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Besuch, Absage, Tod, Türkei, Irak