22:52 24 November 2020
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    Präsidentenwahl in Weißrussland (124)
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    Zwei freie Journalisten der Videonachrichtenagentur Ruptly, die über die Ereignisse in Weißrussland berichteten und zu denen es vier Tage lang keine Verbindung gab, sind laut der Chefredakteurin von Sputnik und RT Margarita Simonjan freigelassen worden.

    „Unsere freien Mitarbeiter sind freigelassen worden! Danke an alle“, schrieb Simonjan auf ihrem Telegram-Kanal am Donnerstag.

    Frühere Informationen

    Zuvor berichtete die Chefredakteurin von Sputnik und RT auf ihrem Telegram-Kanal über die Details der Festnahme der freien Journalisten von Ruptly in Weißrussland. Am Mittwochabend verbreitete sie den Screenshot einer Mitteilung eines Journalisten.

    „Allem Anschein nach hat heute die Hexenjagd begonnen. Zu zwei freien Journalisten ist bereits die Polizei gekommen. Alle Journalisten in der Redaktion, die eine Familie haben, haben beschlossen, ihre Angehörigen wegzubringen“, heißt es.

    Damals fügte Simonjan hinzu, dass es seit vier Tagen keinen Kontakt zu zwei weiteren freien Journalisten von Ruptly, nämlich zu Sergej Kamenetski und Alexander Kowalew, gegeben habe. Früh am Sonntag, dem 9. August, drehten Kamenetski und Kowalew ein Video, das die Eröffnung der Wahllokale zeigte. „Um 08:46 Uhr haben wir die Nachricht – „Festgenommen“ – erhalten. Wo sie sind und was mit ihnen los ist, wissen wir bislang nicht“, schrieb Simonjan.

    Simonjan betonte damals, dass auf den Listen des Innenministeriums von den Festgenommenen die Namen der freien russischen Journalisten nicht zu finden gewesen seien. Noch eine junge Frau, die „auch bei uns als freie Journalistin arbeitet“, verbrachte laut Simonjan zwei Tage im Haftraum und wurde schließlich freigelassen.

    „Das Geschehen beschrieb sie wie folgt: ,Laut dem Protokoll unterscheidet sich der Festnahmeort von dem tatsächlichen. Im Frauenhaftraum für sechs Personen befinden sich 37, in dem für Männer sind 50 Menschen untergebracht. Man schläft der Reihe nach. Es gibt kein Essen, nur Leitungswasser. Alle müssen für sieben bis 15 Tage in Haft bleiben. Einige Männer wurden geschlagen.ʻ“  

    Mehrere russische Journalisten in Weißrussland festgenommen

    Zuvor war gemeldet worden, dass folgende russische Journalisten in Weißrussland festgenommen worden sind: Der Fotokorrespondent Ilja Pitalew von der Nachrichtenagentur „Rossiya Segodnya“, der Journalist von Znak.com Nikita Telischenko, die Mitarbeiter von „Daily Storm“ Anton Starkow und Dmitri Lassenko, der Journalist von „Meduza“ Maxim Solopow, RT-Reporter Konstantin Pridybajlo, die Journalisten von Sputnik Belarus Jewgeni Olejnik und Inna Gritschtschuk, Reporter des TV-Senders „Doschd“, drei freie Mitarbeiter von RT, die mit der Videoagentur Ruptly zusammenarbeiten, sowie der Journalist Semjon Pegow und sein Kameramann Wladisslaw Sisdok.

    ak/sna/ae

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    Tags:
    Medien, Videoagentur Ruptly, Margarita Simonjan, Festnahmen, Journalisten, Weißrussland