22:16 30 September 2020
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    Linken-Politiker haben ein Positionspapier zu den Folgen der Digitalisierung verfasst, in dem sie unter anderem vorschlagen, die Arbeitszeit auf 30 Stunden pro Woche zu verkürzen. Darüber berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), dem das Papier vorliegt, am Sonntag.

    Das Positionspapier wurde von der Parteivorsitzenden Katja Kipping, dem Europaabgeordneten Martin Schirdewan und der Abgeordneten im Berliner Abgeordnetenhaus, Katalin Gennburg, verfasst. 

    „Wir brauchen eine generelle Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Stunden pro Woche in Vollzeit, um die Produktivitätsfortschritte allen zu Gute kommen zu lassen und allen ausreichend Zeit für Familie und Sorgearbeit, für politische Einmischung, persönliche Weiterbildung und Muße zu ermöglichen“, zitiert RND das Papier. 

    Die Linken begründen den Vorschlag wie folgt: Die modernen digitalen Technologien hätten das Potenzial, menschliche Arbeit zu entlasten. Sie könnten demnach Menschen von körperlich schwerer oder monotoner Arbeit befreien, was eine Abkürzung der Arbeitszeit ermögliche.

    Die neuen Technologien dürften nicht „zur Verdichtung von Arbeit, zur Erhöhung des Stresses, zur verstärkten Kontrolle durch das Management, zur Verlagerung von Tätigkeiten auf tariflose Subunternehmen und zum Druck auf Tarifstandards, Löhne und Arbeitsbedingungen führen“, meint die Partei. 

    Darüber hinaus setzen sich Kipping, Schirdewan und Gennburg für die Beschränkung der Macht marktdominierender Digitalkonzerne wie Amazon, Facebook, Google, Apple und Co. ein. „Die neuen Monopole müssen entflochten werden“, heißt es in dem Papier. 

    ao/sb/dpa

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    Tags:
    Digitalisierung, Katja Kipping, Arbeitszeit, Linke