15:34 19 September 2020
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    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat sich gegenüber einem Vorschlag der IG Metall zur Einführung einer Vier-Tage-Woche in der Corona-Krise offen gezeigt. Dazu äußerte er sich gegenüber der „Berliner Morgenpost“.

    „Gute und pragmatische Ideen sind gefragt, um gemeinsam durch die Krise zu kommen“, so Heil.

    Reduzierte Arbeitszeit bei teilweisem Lohnausgleich könne eine geeignete Maßnahme sein, sagte er. Dabei verwies er auf eine Voraussetzung - nämlich, dass „sich die Sozialpartner darauf verständigen“. Die Tarifpartnerschaft sei „ein starkes Mittel, um solche Ideen gemeinsam zu entwickeln“.

    Vorschlag von IG Metall

    Die IG Metall hatte zuvor eine Vier-Tage-Woche ins Gespräch gebracht, um somit Jobs in der Metall- und Elektroindustrie retten zu können. Sie wäre „die Antwort auf den Strukturwandel in Branchen wie der Autoindustrie.

    Damit lassen sich Industriejobs halten, statt sie abzuschreiben“, so der Erste Vorsitzende der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. Er sprach von „einem gewissen Lohnausgleich für die Beschäftigten, damit es sich die Mitarbeiter leisten können“.

    Die Linke verlangt ihrerseits für alle Beschäftigten eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Stunden. „Wenn 30 Stunden pro Woche der Standard ist, ist Erfolg im Beruf leichter zu vereinbaren mit Zeit für Familie, Freunde und andere schöne Dinge.“

    ak/ae

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    Tags:
    IG Metall, Krise, Arbeitswoche, Hubertus Heil, Deutschland