12:31 29 November 2020
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    Vor dem Hintergrund der Pläne Washingtons zur Wiederherstellung der Sanktionen gegen Teheran hat die Iranische Atomenergieorganisation (AEOI) große Fortschritte im Bereich der Urananreicherung gemeldet.

    „Unabhängig davon, ob der Streitschlichtungsmechanismus (mit dessen Hilfe die Sanktionen gegen den Iran wiederverhängt werden können – Anm. d. Red.) eingesetzt wird oder der aktuelle Trend anhält, hat die Iranische Atomenergieorganisation große Schritte bei der Gewährleistung (des Wertes) von 190.000 SWU (Trennarbeitseinheiten) erzielt“, schrieb die AEOI via Twitter.

    Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump bekannt gegeben, dass der US-Außenminister in seinem Auftrag die Vereinten Nationen über den Beginn des Verfahrens zur Wiedereinführung der Sanktionen gegen den Iran im Rahmen der Resolution 2231 informieren würde.

    Die Sanktionen würden 30 Tage nach der offiziellen Ankündigung der Uno in Kraft treten, hieß es aus Washington. Laut dem Außenministerium sollten die Sanktionen gegen den Iran ein Verbot der Urananreicherung beinhalten.

    Nach Irans Ausstieg aus dem Atom-Deal im Jahr 2018 hatte der Oberste Führer Ali Chamenei die Iranische Atomenergieorganisation (AEOI) damit beauftragt, umgehend mit der Vorbereitung der Steigerung der Urananreicherung auf 190.000 Trennarbeitseinheiten zu beginnen. Die Trennarbeitseinheit (Separative work unit, SWU) ist einer der Werte, mit denen die Kapazität von Urananreicherungszentrifugen gemessen wird.

    Teheran betonte, dass die Erhöhung der Urananreicherungskapazität nicht gegen das Atomabkommen verstoßen werde und die nuklearen Aktivitäten des Landes friedlicher Natur seien.

    Atomabkommen mit Iran

    Im Juli 2015 hatten der Iran und die internationale Sechsergruppe (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) den sogenannten Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA) vereinbart. Der Iran verpflichtete sich, sein Atomprogramm herunterzufahren, im Gegenzug sollten die Wirtschaftssanktionen der Uno, der USA und der EU aufgehoben werden.

    Am 8. Mai 2018 stiegen die USA einseitig aus dem Deal aus und verhängten schärfere Sanktionen gegen Teheran. Ein Jahr später gab die Staatsführung in Teheran bekannt, auf die Einhaltung der Beschränkungen im Bereich der Urananreicherung künftig etappenweise zu verzichten. Das Land wolle jedoch die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) fortsetzen und werde bei Aufhebung der Sanktionen seine Verpflichtungen wieder erfüllen, hieß es aus Teheran.

    asch/sna/ae

     

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    Tags:
    Atomabkommen, Atomdeal, Gemeinsamer Umfassender Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA), Urananreicherung, Sanktionen, USA, Iran