06:37 21 September 2020
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    Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat in seiner Nominierungsrede versprochen, im Falle seines Sieges weder eine Einmischung in die amerikanischen Wahlen noch ein „russisches Kopfgeld auf US-Soldaten“ tolerieren zu wollen.

    „Als Präsident werde ich unsere Verbündeten und Freunde unterstützen und unseren Gegnern deutlich machen, dass die Zeit des Liebäugelns mit Diktatoren vorbei ist“, erklärte Biden am Donnerstagabend (Ortszeit) beim Parteitag der Demokraten.

    Bei dem Parteitag nahm Biden, der von 2009 bis 2017 Vize des damaligen Präsidenten Barack Obama war, die Nominierung als Präsidentschaftskandidat formal an.

    „Unter Präsident Biden wird Amerika vor russischen Kopfgeld-Zahlungen auf amerikanische Soldaten nicht die Augen verschließen“, so der 77-Jährige, der bei der Wahl am 3. November gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump antreten wird.

    Er werde ebenfalls keine ausländische Einmischung in die demokratischen Wahlen tolerieren.

    Die „New York Times“ (NYT) hatte Ende Juni unter Berufung auf namentlich nicht genannte Vertreter von US-Geheimdiensten berichtet, dass der russische Militärgeheimdienst Kämpfern, die mit der radikalen Bewegung Taliban in Verbindung stehen würden, Belohnungen für Angriffe auf US-Soldaten in Afghanistan angeboten habe. Die Zeitung führte allerdings keine Beweise für diese Behauptung an.

    Das russische Außenministerium und der Kreml wiesen diese Informationen als falsch zurück. Die Botschaft in den USA berichtete von Drohungen gegen russische Diplomaten im Zusammenhang mit dem Artikel und forderte von US-Behörden eine Reaktion. US-Präsident Trump teilte diesbezüglich mit, die Geheimdienste hätten diese Informationen als nicht vertrauenswürdig erachtet und ihn deshalb nicht informiert. Den Beitrag der NYT bezeichnete er als „einen weiteren Schwindel, der mit Russland verbunden ist“.

    In einem Interview mit RIA Novosti beschrieb der Taliban-Sprecher Souheil Shaheen Berichte über einen „Deal“ mit Russland als „fehlerhafte und unbegründete Informationen“, die die Behörden in Kabul verbreitet hätten, um den Friedensprozess in Afghanistan zu sabotieren.

    leo/sna/ae

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    Tags:
    Belohnung, Russland, Afghanistan, Taliban, Parteitag, Nominierung, Demokraten, Joe Biden