14:00 29 September 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    15639
    Abonnieren

    Die USA haben auf ihre Forderung, China in die Abrüstungsverhandlungen mit Russland einzubeziehen, verzichtet. Dies berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf den Sonderbeauftragten des US-Präsidenten für Rüstungskontrolle, Marshall Billingslea.

    Demnach plädiert die US-Administration nicht mehr für die Teilnahme Chinas an Verhandlungen über nukleare Rüstungskontrolle. Die amerikanische Regierung strebe nun eine politische Einigung mit Russland an, um dann Druck auf China auszuüben und es später in die Gespräche und letztendlich in den Vertrag einzubeziehen.

    „Es hat eine Verschiebung gegeben“, so Billingslea.

    Das Portal schreibt, dass diese „Verschiebung“ in den Vereinigten Staaten teilweise auf Gespräche zwischen dem US-Präsidenten, Donald Trump, und seinem russischen Amtskollegen, Wladimir Putin, zurückzuführen sei.

    In Wien hatte Billingslea nach eigenen Worten der russischen Seite die Bedingungen für eine Vereinbarung auf Grundlage von Trumps „klaren Anweisungen“ mitgeteilt. Jetzt, so der Politiker, „ist Russland am Zug“.

    Ferner betonte er aber, dass die Trump-Administration eine „doppelte“ Position in Bezug auf die Verlängerung des New-Start-Vertrags habe. Die USA würden sich bereit erklären, den Vertrag zu verlängern, wenn Russland „einen ehrgeizigeren Rahmen für ein künftiges Atomabkommen“ unterstützt.

    „Der New-Start-Vertrag ist das letzte bestehende Atomwaffenabkommen, das im Rahmen der bipolaren Weltanschauung des Kalten Krieges sein kann. Denn dieser Ansatz ist in einer Welt, in der die Kommunistische Partei Chinas an einem Wettrüsten beteiligt ist, nicht mehr anwendbar“, unterstrich Billingslea.

    Der New-Start-Vertrag, der heute einzig gültige Vertrag zwischen Russland und den USA zur Reduzierung und Begrenzung strategischer Angriffswaffen, läuft am 5. Februar 2021 aus. Russlands Staatschef Wladimir Putin hat vorgeschlagen, den Vertrag um fünf Jahre ohne Vorbedingungen zu verlängern. Die US-Administration ihrerseits bestand darauf, China in die diesbezüglichen Verhandlungen einzubeziehen. Peking lehnte diese Idee ab.

    Vom 17. bis 18. August fand in Wien ein weiteres Treffen zwischen Billingslea und dem Stellvertreter des russischen Außenministers, Sergej Rjabkow, statt. Die Zukunft des New-Start-Vertrags war dabei eines der Diskussionsthemen.

    sm/ae

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Kreml: Erklärung über militärische Unterstützung für Armenien oder Aserbaidschan befeuert Konflikt
    Türkei bereit, Aserbaidschan auf Kampffeld zu unterstützen – Außenminister
    Armeniens Premier ruft Merkel auf, Politik der Türkei in Region zu „zügeln“
    Im Falle türkischer Einmischung: Armenien verspricht „Iskander“-Raketen einzusetzen
    Tags:
    China, USA, New-Start-Vertrag