11:25 29 September 2020
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    Präsidentenwahl in Weißrussland (119)
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    Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat die USA für die Unruhen in seinem Land verantwortlich gemacht. Nach seiner Auffassung will der Westen Minsk in seiner Politik gegen Moskau einsetzen.

    Nach Lukaschenkos Ansicht wurden die Unruhen in Weißrussland geplant und organisiert:

    „Die USA planen und lenken das alles, und die Europäer spielen mit. Wenn ihnen etwas gesagt wurde, dann werden Sie es auch tun“, sagte er bei einem Treffen mit den Mitarbeitern eines landwirtschaftlichen Unternehmens am Freitag.

    „Es gibt ein spezielles Zentrum in der Nähe von Warschau. Wir kontrollieren sie, wir wissen, was sie tun. Raupen begannen zu klirren. Sehen Sie, wenn es in der Umgebung unruhig ist, wenn sich Panzer in Bewegung setzen und Flugzeuge anfangen zu fliegen, ist das kein Zufall“, äußerte Lukaschenko.

    Der Westen wolle Weißrussland „auf seine Seite ziehen“ und es gegen Russland einsetzen, ist sich der weißrussische Präsident sicher:

    „Sie haben diesen Schlamassel für uns vorbereitet. Und Russland hatte Angst, uns zu verlieren. Der Westen beschloss, uns irgendwie auf seine Seite zu ziehen, natürlich gegen Russland, so wie wir es jetzt sehen. Jetzt wollen sie einen Ostsee-Schwarzmeer-Korridor, einen ‚Sanitärkordon‘ einrichten: die drei baltischen Republiken, wir und die Ukraine. Wir sind hier das einzige noch fehlende Glied“, so Lukaschenko.

    „Wir werden das Problem in den kommenden Tagen lösen“

    Bei alledem versprach Lukaschenko, die Situation im Lande innerhalb der nächsten Tage zu bereinigen:

    „In Minsk und irgendwo anders gefällt das (die Situation – Anm. d. Red.) jemandem nicht. Das ist selbstverständlich. Aber das sollte Sie nicht beunruhigen, das ist mein Problem, das ich lösen muss, und wir lösen es. Und glauben Sie mir, wir werden es in den kommenden Tagen lösen“, zitiert ihn Sputnik Belarus.

    Proteste nach Präsidentschaftswahl in Weißrussland

    Gleich nach den Präsidentschaftswahlen in Weißrussland am 9. August hatte die Opposition mit landesweiten Massenprotestaktionen begonnen. Die Gegner des amtierenden Staatschefs Alexander Lukaschenko, für den dieser Wahlsieg bereits der sechste in Folge war, wollen seine Wiederwahl nicht anerkennen. Nach Angaben der Zentralen Wahlkommission konnte Lukaschenko 80,1 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen. Die Opposition glaubt, dass seine Herausforderin Swetlana Tichanowskaja die Wahl gewonnen hat.

    In den ersten Tagen der Proteste wurden die Demos von Sicherheitskräften unterdrückt, die Tränengas, Wasserwerfer, Lärmgranaten und Gummigeschosse gegen die Demonstranten einsetzten. Später sahen die Ordnungskräfte davon ab, die Protestierenden auseinanderzutreiben und gewaltsame Methoden anzuwenden.

    Nach offiziellen Angaben wurden in den ersten Tagen mehr als 6700 Menschen während der Proteste festgenommen. Laut dem Innenministerium wurden bei den Unruhen Hunderte Menschen verletzt, darunter mehr als 120 Strafverfolgungsbeamte. Drei Demonstranten starben.

    asch/sna/ae

     

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