16:34 25 September 2020
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    Der bekannte Kremlkritiker Alexej Nawalny wird nach einer möglichen Vergiftung in der Berliner Universitätsklinik Charité behandelt.

    „Derzeit erfolgt eine umfangreiche medizinische Diagnostik”, heißt es in einer Erklärung der Klinik.

    ​Die Bundesregierung setzt auf eine erfolgreiche Behandlung von Nawalny:

    „Die Bundesregierung hofft, dass die Behandlung in der Charité zu einer Besserung seines Zustands führt und eine vollständige Genesung ermöglicht”, teilte ein Regierungssprecher am Samstag auf Anfrage mit.

    ​Am Samstagmorgen wurde Nawalny aus der russischen Stadt Omsk nach Berlin geflogen, nachdem Ärzte ihn für transportfähig erklärt hatten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Donnerstag angeboten, Nawalny in Deutschland behandeln zu lassen, wenn das gewünscht sei.

    Nawalny war am Donnerstagmorgen von Tomsk nach Moskau unterwegs. Während des Fluges soll er sich plötzlich sehr schlecht gefühlt haben, woraufhin das Flugzeug umgehend in der Stadt Omsk notgelandet ist. Nawalny soll noch an Bord das Bewusstsein verloren haben. Der Mann befand sich auf der Intensivstation, lag im Koma und musste künstlich beatmet werden. 

    Das Umfeld von Nawalny geht von einer Vergiftung aus. Laut Nawalnys Sprecherin Kira Jarmysch wurde dem russischen Blogger etwas „in den Tee gemischt“, denn das sei das Einzige gewesen, was er am Morgen zu sich genommen habe.

    Die Omsker Ärzte gaben als vorläufige Diagnose eine Stoffwechselstörung an, denn laut ihnen wurden in Nawalnys Blut und Urin kein Gift oder Spuren davon entdeckt.

    msch/dpa

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    Tags:
    Charité Berlin, Alexej Nawalny