15:50 30 November 2020
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    Laut dem Generaldirektor des staatlichen Rüstungskonzerns Rosoboronexport, Alexander Michejew, haben Russland und die Türkei einen Kontrakt über die Lieferung des zweiten Regimentskomplexes von Flugabwehrsystemen S-400 „Triumph“ abgeschlossen. Der hochrangige russische Regierungsmitarbeiter Dmitri Schugajew gab Näheres bekannt.

    Michejews Mitteilung wurde während der internationalen Rüstungsmesse „Army 2020“ in der Stadt Kubinka bei Moskau gemacht.

    „Der Kontrakt ist signiert worden. Derzeit besprechen wir mit den Partnern das Finanzmodell zur Erfüllung dieses Vertrags“, sagte Michejew.

    Gegenerklärung

    Der Chef der föderalen Behörde für militärtechnische Zusammenarbeit, Dmitri Schugajew, dementierte in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit dem Fernsehsender „Swesda“ die Unterzeichnung des Kontrakts.

    Laut Schugajew sind die Verhandlungen zwischen Russland und der Türkei über die Lieferung der zweiten S-400-Einheit fortgestritten. Der Vertrag sei jedoch noch nicht signiert worden.

    „Es gibt noch bestimmte Details, die wir besprechen und abstimmen. Wir warten auf die Entscheidung der türkischen Partner, um noch eine Option zu unterschreiben“, zitiert der Sender den Beamten.

    Anfang August gab der Leiter des türkischen Sekretariats der Verteidigungsindustrie, Ismail Demir, bekannt, dass Moskau und Ankara eine „prinzipielle Einigung“ über die Lieferung der zweiten Einheit des S-400-Systems erzielt hätten.

    S-400-Komplexe für Ankara und Streit mit Washington

    Die Lieferungen von Fla-Raketenkomplexen S-400 aus russischer Produktion, die eine Krise in den Beziehungen zwischen der Türkei und den USA heraufbeschworen haben, begannen Mitte Juli 2019. Washington forderte von Ankara, den Waffendeal mit Russland zu kündigen und stattdessen amerikanische Patriot-Komplexe zu kaufen. Die USA drohten dabei, den Verkauf von modernen Jagdflugzeugen F-35 an die Türkei auszusetzen oder sogar abzusagen und nach dem Gesetz zur Verschärfung der bestehenden Sanktionen gegen den Iran, Nordkorea und Russland (CAATSA) Strafmaßnahmen zu treffen.

    Ankara wollte nicht einlenken und setzte seine Verhandlungen über eine zusätzliche Partie von S-400-Anlagen fort. Die Administration des US-Präsidenten Donald Trump hat ihre Sanktionsdrohung gegen die Türkei bisher nicht verwirklicht.

    mo/mt/sna

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    Tags:
    Türkei, Russland