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    Präsidentenwahl in Weißrussland (108)
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    Das Außenministerium Weißrusslands hat beim Botschafter Litauens, Andrius Pulokas, Protest im Zusammenhang mit einer Luftballon-„Attacke“ auf weißrussisches Territorium eingereicht, hieß es am Montag offiziell in Minsk.

    Am Vortag war vom litauischen Territorium aus ein Objekt gestartet, das die Staatsgrenze passierte und sich etwa drei Kilometer ins weißrussische Gebiet vertiefte.

    "Von langer Hand geplante Provokation"

    „Die weißrussische Seite stuft dies als eine von langer Hand geplante Provokation ein und rechnet damit, dass Vilnius den Vorfall auf gebührende Weise aufklärt und Maßnahmen ergreift, damit derartige Zwischenfälle nie wieder passieren“, sagte Anatoli Glas, Sekretär im weißrussischen Außenamt, in Minsk.

    Luftballon-Attacke abgewehrt

    Den Angaben des weißrussischen Verteidigungsministeriums zufolge war eine Sonde aus acht Luftballons mit staatsfeindlicher Symbolik in Weißrussland angekommen.

    „Die Besatzungen von Mi-24-Hubschraubern lösten das Problem ohne Einsatz von Waffen. Beim Militärattaché der litauischen Botschaft wurde Protest im Zusammenhang mit der Verletzung des weißrussischen Luftraumes eingereicht“, hieß es in Minsk.

    Minsk weist Anschuldigungen von Vilnius zurück

    Zuvor hatte auch Litauen der weißrussischen Seite eine Grenzverletzung vorgeworfen. Vilnius behauptet, dass ein Mi-24-Helikopter die Staatsgrenze Litauens verletzt hätte. Minsk wies die Anschuldigung vehement zurück. „Die Piloten befanden sich im weißrussischen Luftraum und erfüllten ihre Aufgabe gemäß internationalen Flugregeln“, betonte der kommissarische Luftwaffen- und Luftabwehrchef, Oleg Orlow, in Minsk.

    am/mt

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    Botschafter, Grenzverletzung, Vorwürfe, Litauen, Weißrussland