09:29 30 September 2020
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    Vor seiner Vermittlungsreise nach Griechenland und in die Türkei hat der deutsche Außenminister Heiko Maas beide Staaten zu Gesprächen über ihre Gebietsansprüche im Mittelmeer aufgerufen. Dazu äußerte sich er am Dienstag kurz vor seinem Abflug in Berlin.

    „Eine weitere Eskalation kann allen Seiten nur schaden, vor allem aber den unmittelbar Beteiligten vor Ort“, so Maas. Anstatt neuer Provokationen seien nun endlich Schritte der Entspannung und der Einstieg in direkte Gespräche notwendig.

    „Dabei wollen wir nach Kräften unterstützen“, betonte er.

    Vermittlungsreise von Maas

    Der Bundesaußenminister wird in Athen zunächst Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis und Außenminister Nikos Dendias treffen. In Ankara kommt er mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu zusammen.

    „Die Türkei und Griechenland sind unsere Nato-Verbündeten. Lösungen für die Streitfragen um die Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer kann es nur auf Grundlage des Völkerrechts und im aufrichtigen Dialog miteinander geben“, sagte Maas.

    Streit zwischen der Türkei und Griechenland

    Der Streit über türkische Erdgaserkundungen vor griechischen Inseln im östlichen Mittelmeer ist in den vergangenen Wochen immer weiter eskaliert. Die Erkundungen sind aus Sicht Athens illegal, weil die Region zur sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftszone des EU-Landes gehört. Auch die EU hat die türkischen Aktionen verurteilt und Ankara aufgefordert, sie zu stoppen. Die Regierung in Ankara vertritt dagegen den Standpunkt, dass die Gewässer, in denen probeweise nach Erdgas gebohrt wird, zum türkischen Festlandsockel gehören.

    Das EU-Mitglied Griechenland schließt bislang einen direkten Dialog aus, solange die Forschungen des türkischen Schiffes „Oruc Reis“ andauern. Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan wiederum betonte am Montagabend, dass sein Land „keinen Schritt zurückweichen“ werde.

    ak/dpa/sb

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    Tags:
    Heiko Maas, Deutschland, Mittelmeer, Streit, Griechenland, Türkei