16:43 25 September 2020
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    Der Chef der iranischen Atombehörde, Ali Akbar Salehi, hat am Dienstag gegenüber Medien die Gespräche mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) kommentiert.

    Wie der Generaldirektor der IAEO, Rafael Grossi, auf Twitter bekanntgab, fand sein Treffen mit Salehi am Dienstagmorgen statt. Grossi wird auch Präsident Hassan Rohani, den iranischen Außenminister, Mohammed Dschawad Sarif, und andere Offizielle treffen.

    „Wir arbeiten daran, eine Einigung über die Überprüfungstätigkeit von IAEO-Kontrolleuren im Iran zu erzielen“, twitterte der IAEO-Chef.

    „Konstruktive“ Gespräche

    Salehi zufolge gab es Fortschritte in den Gesprächen mit der Internationalen Atomenergiebehörde. Ein „neues Kapitel“ in der Zusammenarbeit zwischen Teheran und der IAEO soll beginnen.

    „Unsere Unterhaltung war sehr konstruktiv. Es wurde vereinbart, dass die Agentur ihren unabhängigen und professionellen Verpflichtungen nachkommen wird“, sagte der iranische Offizielle laut der iranischen Studenten-Nachrichtenagentur Isna nach dem Treffen mit dem IAEO-Chef.

    Grossi sprach seinerseits von einer konstruktiven Herangehensweise der iranischen Seite bei der Zusammenarbeit mit der IAEO. Er betonte laut iranischen Medienberichten, dass das Vorgehen der Atomenergiebehörde nicht politisch motiviert sei. Die Organisation distanziere sich vom politischen Druck anderer Länder.

    Atomdeal mit Teheran

    Im Juli 2015 hatten der Iran und die internationale Sechsergruppe (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) den Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (JCPOA) vereinbart. Er gestattet Teheran eine friedliche Nutzung der Kernkraft, verbietet aber die Entwicklung von Atomwaffen. Im Gegenzug sollten die Wirtschaftssanktionen der Uno, der USA und der EU aufgehoben werden.

    Am 8. Mai 2018 stiegen die USA unter Präsident Donald Trump einseitig aus dem Deal aus und verhängten schärfere Sanktionen gegen Teheran. Washington warf dem Iran vor, heimlich Atomwaffen zu produzieren. Teheran bestreitet dies.

    Ein Jahr nach dem US-Ausstieg aus dem JCPOA gab die iranische Staatsführung bekannt, auf die Einhaltung der Beschränkungen im Bereich der Urananreicherung künftig etappenweise zu verzichten. Das Land wolle jedoch die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) fortsetzen und werde bei Aufhebung der Sanktionen seine Verpflichtungen wieder erfüllen, hieß es aus Teheran.

    US-Außenminister Mike Pompeo reichte in der letzten Woche im UN-Sicherheitsrat eine Klage ein, da der Iran die Bestimmungen des Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplanes nicht erfülle. Auf Grundlage des Dokuments sollten die antiiranischen Sanktionen gemäß Resolution 2231 wiederhergestellt werden.

    mo/sb/rtr/sna

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