15:42 19 September 2020
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    Die USA haben am Mittwoch Sanktionen gegen fünf russische Forschungsinstitute verhängt. Ihnen wird die Entwicklung von chemischen und biologischen Waffen vorgeworfen, heißt es auf der Webseite des US-Handelsministeriums.

    Betroffen ist unter anderem auch das Forschungsinstitut des russischen Verteidigungsministeriums, das an der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs beteiligt war.

    Oleg Morosow, Mitglied des Föderationsrates (russisches Oberhaus), hat diesen Schritt inzwischen mit der „Niederlage der USA bei der Impfstoff-Entwicklung“ erklärt. Die USA wollen ihm zufolge westliche Märkte für das russische Vakzin Sputnik V schließen, das Präparat werde aber trotzdem gefragt sein.

    „Sputnik V”

    Am 11. August hatte der russische Präsident Wladimir Putin mitgeteilt, dass Russland als erstes Land einen Impfstoff gegen das Coronavirus registriert habe.

    Das Präparat unter dem Namen „Sputnik V” ist eine Lösung für die intramuskuläre Infusion. Der Impfstoff soll in zwei Etappen mit einem Intervall von drei Wochen verabreicht werden. Diese Methode wird es laut dem russischen Gesundheitsministerium ermöglichen, eine Immunität zu bilden, die bis zu zwei Jahre anhalten soll.

    Nach Angaben von Kirill Dmitrijew sind bereits Anträge aus 20 Ländern für den Kauf von insgesamt einer Milliarde Impfdosen eingereicht worden. Inzwischen habe man die Herstellung des in Russland entwickelten Corona-Impfstoffes in fünf Ländern vereinbart.

    ta/gs

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    Tags:
    Chemiewaffen, USA, Russland, Sanktionen