07:43 05 Dezember 2020
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    Russlands Präsident Wladimir Putin sieht derzeit keine Notwendigkeit, russische Streitkräfte nach Weißrussland zu schicken. Das sagte er in einem Interview mit dem TV-Sender Rossiya 1 am Donnerstag.

    Minsk sei damit einverstanden, fügte er hinzu. 

    US-Vizeaußenminister Stephen Biegun (r.) und Russlands Außenminister Sergej Lawrow (Mitte). Moskau, 25. August 2020
    © REUTERS / RUSSIAN FOREIGN MINISTRY via REUTERS
    Die Lage in Weißrussland stabilisiere sich, die Polizei agiere zurückhaltend genug, sagte Putin. Er betonte, dass Moskau neutraler als die Europäer und Amerikaner auf die Ereignisse in Weißrussland reagiere. 

    Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko habe Moskau gebeten, eine Reserve aus Polizeibeamten zu bilden.

    „Und ich habe das getan. Wir haben aber vereinbart, dass diese Reserve nicht genutzt wird, solange die Situation nicht außer Kontrolle gerät“, erklärte Putin.

    Dabei betonte er, dass Russland auf eine friedliche Lösung der weißrussischen Probleme hofft. 

    Hintergrund 

    Proteste in Weißrussland hatten gleich nach den Präsidentenwahlen am 9. August begonnen. Der amtierende Staatschef Lukaschenko kam auf etwas mehr als 80 Prozent der Wählerstimmen, seine einstige Rivalin Swetlana Tichanowskaja auf etwa zehn Prozent. Die Opposition hat die Niederlage ihrer Anführerin nicht anerkannt und erklärte Tichanowskaja zur wahren Siegerin des Wahlrennens. Die Protestler forderten Lukaschenkos Rücktritt. Tichanowskaja floh nach Litauen.

    In den ersten Protesttagen gab es mehr als 7.000 Festnahmen. Hunderte Menschen erlitten Verletzungen. Es gibt auch einige Tote. Die EU will Sanktionen gegen weißrussische Amtsträger verhängen, die aus Sicht Brüssels an der „brutalen Polizeigewalt“ gegen die friedlichen Demonstranten schuld sind.

    om/ae

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    Tags:
    Armee, Russland, Einsatz, Weißrussland, Putin