17:06 18 September 2020
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    Der während des jüngsten Militärputschs in Mali gefangengehaltene Landespräsident Ibrahim Boubacar Keïta ist wieder frei. Die Putschisten hätten ihn in der Nacht zum Donnerstag aus dem Gewahrsam entlassen, hieß es am Donnerstag in der Hauptstadt Bamako.

    Medienberichten zufolge hält sich der Staatschef in seiner Residenz Sébénikoro in der Region Bamako auf – unter Bewachung von Soldaten.

    Patriotische Kräfte forderten Rücktritt des Präsidenten

    Zu dem Putsch kam es vor dem Hintergrund von Unruhen unter der Bevölkerung, welche die Bewegung der patriotischen Kräfte von Mali (M5-RFP) initiiert hatte. Die Bewegung forderte den Rücktritt von Präsident Keïta. Am Mittwoch fand ein erstes Treffen zwischen den Putschisten und M5-RFP-Vertretern statt. Die Ergebnisse des Treffens sind noch nicht bekannt.

    Keïta löst Parlament und Regierung auf

    Am 18. August hatten putschende Soldaten in einem Armeestützpunkt unweit der Hauptstadt die Festnahme von Präsident Ibrahim Boubacar Keïta und Regierungschef Buba Cisse bekannt gegeben. Später verkündete Keïta die Auflösung von Parlament und Regierung.

    Die Militärs verlangen politische Reformen im Land und allgemeine Wahlen. Am 20. August gaben die Putschisten eine Erklärung ab, wonach Mali in der Übergangszeit von einem kommissarischen Präsidenten regiert werde, der sowohl ein Militär als auch ein Zivilist sein könne.

    am/gs

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    Tags:
    Freilassung, Militärs, Ibrahim Boubacar Keïta, Präsident, Mali