15:46 19 September 2020
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    Die Verhängung der US-Sanktionen gegen russische Forschungseinrichtungen ist laut der Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, eine schreiende Tatsache. Betroffen ist unter anderem auch das Forschungsinstitut des russischen Verteidigungsministeriums, das an der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs beteiligt war.

    „Vor allem ist es empörend, dass dieselben Wissenschaftler und Spezialisten, die in den letzten Monaten unermüdlich an der Entwicklung eines russischen Impfstoffs gegen Covid-19 gearbeitet haben, unter die Sanktionen fallen“, sagte Sacharowa.

    Es ist ihr zufolge nicht klar, wie Washington seinen Bürgern erklären wird, dass die USA die Menschen bestrafen wollen, die an einem Medikament für eine Krankheit (erfolgreich) arbeiteten, die mehr als 180.000 Amerikaner getötet hat.

    „Wir sind uns nicht sicher, ob dies der richtige Schritt in Richtung einer Zusammenarbeit im Kampf gegen die Pandemie ist, deren Bedeutung, wir denken, auch in Washington nicht bestritten wird. Es scheint, dass wir erneut von dem banalen Sanktionsdruck im Interesse der Förderung ihrer eigenen Unternehmen, jetzt Pharmaunternehmen, sprechen“ , betonte Sacharowa und fügte hinzu, dass Russland Fragen zu den medizinischen und biologischen Aktivitäten der Vereinigten Staaten sowohl auf ihrem Territorium als auch in anderen Ländern habe.

    Außerdem erinnerte sie daran, dass die Vereinigten Staaten die einzige Vertragspartei des Chemiewaffenkonvention geblieben seien, die weiterhin über C-Waffen verfüge, und verschiedene Erfindungen im Zusammenhang mit dem Einsatz vollwertiger chemischer Kampfstoffe, einschließlich Nervenwirkstoffen, patentiere.

    Die USA haben am Mittwoch Sanktionen gegen fünf russische Forschungsinstitute verkündet. Betroffen sind das 33. Zentrale Forschungsinstitut des russischen Verteidigungsministeriums in der Region Samara, das 48.Zentrale Forschungsinstitut des Verteidigungsministeriums (Sergijew Possad im Moskauer Gebiet) sowie seine Filialen in Kirow und Jekterinburg und das Staatliche Forschungsinstitut für organische Chemie und Technologien (GosNIIOKhT).

    Laut dem BIS-Dokument sollen das 33. Zentrale Forschungsinstitut und GosNIIOKhT mit C-Waffen-Tests verbunden sein. Das 48. Zentrale Forschungsinstitut, das sich an der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes beteiligt hat, soll aus US-Sicht mit dem Programm der Entwicklung von biologischen Waffen im Zusammenhang gestanden haben.

    Die sogenannte „Entity List“ ist eine schwarze Liste von Organisationen und Unternehmen, mit denen amerikanische Unternehmen keine Handelsbeziehungen haben dürfen.

    sm/sna/gs

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    Tags:
    Corona-Impfstoff, Covid-19, Gamaleya-Institut, Sanktionen, USA