09:31 30 September 2020
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    Die Nato-Übungen im Baltikum sind nach Angaben der Allianz im Voraus geplant worden und haben nichts mit der Situation in Weißrussland zu tun.

    „Wie der Generalsekretär (Jens Stoltenberg – Anm.d.Red.) bereits erklärt hat, bleibt die Nato wachsam und bereit, alle Verbündeten zu schützen. Unser Einsatz im Baltikum auf dem Territorium der Nato-Verbündeten ist defensiver Natur und ging der Krise in Weißrussland voraus“, sagte die Sprecherin der Allianz Oana Lungescu.

    Ihr zufolge zeigt die Nato Transparenz in Bezug auf die Übungen und Trainingsprozesse, die im Voraus geplant seien. „Wie zum Beispiel der Einsatz von (Aufklärungs- und Leitflugzeugen – Anm.d.Red.) Nato AWACS, um (Kampfjets – Anm.d.Red.) F-16 der USA und Polens während der Übung zu unterstützen“, sagte Lungescu.

    Auf dem Territorium Polens finden jetzt die AvDet-Übungen der polnisch-amerikanischen Luftstreitkräfte unter Beteiligung des amerikanischen Aufklärungs- und Leitflugzeugs AWACS statt. Während der Übungen sind die US-Kampfjets F-16 eingesetzt worden, die zuvor in Polen eintrafen, um anlässlich des polnischen Armeefeiertages und des 100. Jahrestages der Schlacht von Warschau an der Luftparade teilzunehmen. Der Kommandeur des zweiten Flügels der taktischen Luftfahrt, General Ireniusz Nowak, sagte, nach dem Ende der AvDet-Übungen „bleibt das Geschwader auf dem Flugplatz in Lask und wird mit zusätzlichen amerikanischen Kämpfern verstärkt, da die nächste sehr wichtige Übung ‚Astral Knight’ beginnen soll“.

    Am Mittwoch hatte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Gerüchte über eine Einmischung des Verteidigungsbündnisses in den Machtkampf in Weißrussland scharf zurückgewiesen.

    Für die Nato-Staaten sei es ganz klar, dass die Menschen das Recht hätten, ohne Einmischung von außen über ihre Zukunft zu entscheiden, erklärte Stoltenberg. Man rufe Präsident Alexander Lukaschenko auf, die Grundrechte zu gewähren, zu denen auch das Recht auf freie Meinungsäußerung und friedliche Proteste zähle.

    Lukaschenko hatte am Samstag bei einem Besuch beim Militär in der Nähe von Grodno vor einer Revolution gewarnt und erklärt, man sehe eine Bewegung von Nato-Streitkräften in Polen und Litauen in unmittelbarer Nähe der weißrussischen Grenzen. Der weißrussische Präsident warf westlichen Staaten direkte Einmischung in die Angelegenheiten seines Landes vor. Lukaschenko zufolge stecken westliche Nachbarn hinter den jetzigen Protestaktionen in der Republik.

    sm/gs

     

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    Tags:
    Krise, Weißrussland, Übungen, NATO