16:14 30 November 2020
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    Moskau geht laut dem russischen Staatschef Wladimir Putin davon aus, dass die Präsidentschaftswahl in Weißrussland gültig ist. Dies erklärte er in einem Interview mit dem TV-Sender „Rossiya 1“, dessen Vorschau in der Nacht auf Samstag ausgestrahlt wurde.

    Am Freitag verständigten sich die Außenminister der EU-Staaten auf Sanktionen gegen ranghohe Unterstützer des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko. Den Betroffenen wird laut dem EU-Außenbeauftragten, Josep Borrell vorgeworfen, für Wahlfälschungen und die gewaltsame Niederschlagung von friedlichen Protesten verantwortlich zu sein.

    Russland bildet auf Lukaschenkos Bitte Polizei-Reserve

    Russland erklärte sich bereit, seinem Nachbarn bei einer weiteren Zuspitzung der Lage mit Einsatzkräften zu helfen. Putin teilte am Donnerstag in einem Interview mit dem TV-Sender Rossiya 1 mit, sein weißrussischer Amtskollege Lukaschenko habe Moskau gebeten, eine Reserve aus Polizeibeamten zu bilden.

    Situation in Weißrussland

    In Weißrussland dauern seit mittlerweile mehr als zwei Wochen Proteste und Streiks gegen Lukaschenko an, der bereits seit 26 Jahren an der Macht ist. Auslöser war die Präsidentschaftswahl vom 9. August, bei der der 65-Jährige nach offiziellen Angaben auf 80,1 Prozent der Stimmen gekommen war. Seine Herausfordererin Swetlana Tichanowskaja konnten demnach rund zehn Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen.

    Die Opposition erkannte die Niederlage ihrer Kandidatin nicht an und erklärte Tichanowskaja, die inzwischen nach Litauen geflüchtet ist, zur Siegerin. Die Demonstranten forderten Lukaschenkos Rücktritt. In den ersten Protesttagen gab es mehr als 7000 Festnahmen. Hunderte Menschen erlitten Verletzungen. Nach Behördenangaben gibt es auch drei Tote.

    ns/sna/ae

     

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    Tags:
    Josep Borrell, Proteste, Präsidentschaftswahl, Swetlana Tichanowskaja, Wladimir Putin, Alexander Lukaschenko, Weißrussland, Russland