15:10 30 November 2020
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    Nach 48 Jahren heben die Vereinigten Arabischen Emirate den wirtschaftlichen Boykott Israels auf. Ihr Präsident, Scheich Chalifa bin Zayid Al-Nahyan, hat ein entsprechendes Dekret erlassen. Damit werden auch die bisher geltenden Sanktionen gegen den jüdischen Staat abgeschafft, wie die staatliche Nachrichtenagentur WAM am Samstag meldet.

    Die Emirate hatten 1972 Beziehungen und Geschäfte mit Israel per Gesetz verboten. Mitte August dieses Jahres einigten sich beide Staaten überraschend auf eine Normalisierung ihrer Beziehungen.

    Laut Al-Nahyans Dekret dürfen Einzelpersonen und Unternehmen aus den Emiraten nun mit israelischen Unternehmen Handels- und Finanzverträge schließen. Auch der Import israelischer Waren sowie der Handel damit in den VAE werden erlaubt, so die Meldung.

    In einer gemeinsamen Erklärung der VAE und Israels, die unter US-Vermittlung erzielt wurde, heißt es, dass die Vereinigten Arabischen Emirate von der Ausweitung ihrer Souveränität auf Gebiete im von Israel besetzten Westjordanland, das die Palästinenser für einen eigenen Staat beanspruchen, vorerst absehen wollen.

    In den nächsten Wochen wollen beide Staaten zudem Abkommen in den Bereichen Investitionen, Tourismus, Flugverkehr, Sicherheit und  Telekommunikation unterzeichnen. Die palästinensische Führung lehnt die Einigung zwischen den VAE und Israel strikt ab.

    leo/ae

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    Tags:
    Palästina, Palästinenser, USA, Normalisierung, Beziehungen, Abschaffung, Wirtschaft, Boykott, Israel, Vereinigte Arabische Emirate (VAE)