22:32 19 September 2020
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    Präsidentenwahl in Weißrussland (108)
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    Natalja Eismont, die Sprecherin des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko, hat auf die Frage der Agentur RIA Novosti, wo dieser sich aufhalte und ob er die Situation in der Hauptstadt Minsk verfolge, ein Foto geteilt, welches Lukaschenko mit einem Sturmgewehr vor seiner Residenz, dem Palast der Unabhängigkeit, zeigt.

    Am Sonntag veranstaltet die Opposition in Minsk einen nicht genehmigten Protest. Zuerst versammelten sich die Demonstranten auf dem Prospekt der Unabhängigkeit im Zentrum von Minsk und zogen dann zum Prospekt der Sieger, wo sich die Residenz von Präsident Alexander Lukaschenko befindet - der Palast der Unabhängigkeit.

    Proteste nach Urnengang

    Nach den Präsidentschaftswahlen, die zum sechsten Mal vom Amtsinhaber Alexander Lukaschenko gewonnen wurden, begannen am 9. August in ganz Weißrussland massive Proteste der Opposition. Nach Angaben der Wahlkommission (ZIK) hat er 80,1 Prozent der Stimmen erzielt. Die Opposition glaubt jedoch, dass Swetlana Tichanowskaja die Wahl gewonnen habe.

    Zunächst wurden die Aktionen von den Sicherheitskräften unterdrückt, und gegen die Demonstranten, die mit den Wahlergebnissen nicht einverstanden waren, verwendeten sie Tränengas, Wasserwerfer, Blitzgranaten und Gummigeschosse. Dann hörten die Strafverfolgungsbehörden auf, die Kundgebungen aufzulösen und Gewalt anzuwenden.

    Nach offiziellen Angaben wurden in den ersten Tagen über 6.700 Menschen festgenommen. Das  weißrussische Innenministerium gab an, dass bei den Unruhen Hunderte von Menschen, darunter über 120 Polizeibeamte, verletzt worden seien. Drei Demonstranten starben.

    pd/mt/sna

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    Gewalt, Opposition, Wahl, Protest, Alexander Lukaschenko, Weißrussland