14:45 30 November 2020
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    In Paris hat am Mittwoch unter hohen Sicherheitsvorkehrungen der Prozess um den islamistischen Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ 2015 begonnen. Dabei sprach ein Anwalt davon, dass „radikaler Islamismus der Faschismus von heute ist”.

    Thibault Montbrial, der Anwalt eines ehemaligen „Charlie Hebdo“-Journalisten, sprach in einem Kommentar für den französischen TV-Sender „CNews“ von der „Ideologie, in deren Namen diese Schrecken begangen wurden“.

    „Dies ist ein echtes Thema, deshalb müssen wir klar beweisen, dass radikaler Islamismus der heutige Faschismus ist“, so Montbrial.

    Von dem Prozess werde erwartet, dass seine politische Dimension in die Debatte einbezogen werde, fügte er hinzu.

     Im neuen Justizpalast im Nordwesten der französischen Hauptstadt erschienen elf der insgesamt 14 Angeklagten. Die übrigen drei - darunter eine Frau - sind flüchtig. Der Prozess gilt als historisch und soll bis Mitte November dauern.

    Den Angeklagten wird vorgeworfen, bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen zu haben. Zehn von ihnen saßen im Gerichtssaal in Glasboxen, die von Polizisten bewacht wurden. In dem Saal herrschte wegen der Corona-Epidemie Maskenpflicht. Der Vorsitzende Richter Régis de Jorna kündigte an, dass der Prozess wegen der historischen Bedeutung gefilmt werde.

    Anschläge von 2015

    Vor einem besonders zusammengesetzten Gericht für Terrorfälle wird eine mehrtägige Anschlagsserie aufgerollt, bei der im Januar 2015 insgesamt 17 Menschen getötet wurden. Von den Anschlägen war nicht nur die Redaktion von „Charlie Hebdo“ betroffen, sondern auch ein koscherer Supermarkt in Paris. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen.

    pd/mt/sna

     

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    Tags:
    Journalist, Prozess, Faschismus, Debatte, Islamismus, Frankreich