17:06 18 September 2020
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    Linke will Millionäre für Krisenbewältigung zur Kasse bitten; Flüchtlinge in Frankreich aufgegriffen; Corona Impfstoff in den USA ab Oktober; Corona gefährdet Zukunft von Millionen Flüchtlingskindern; Peking erlaubt wieder internationale Flüge; Ärztekammer für umfassende Grippeimpfungen

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Donnerstag geschehen ist.

    Linke will Millionäre für Krisenbewältigung zur Kasse bitten

    Zur Bewältigung der Corona-Krise will die Linke Multimillionäre und Milliardäre zur Kasse bitten. In einem Positionspapier für die Klausurtagung der Linken-Bundestagsabgeordneten in Potsdam heute  und Freitag fordert die Fraktionsspitze eine einmalige Vermögensabgabe. Jetzt sei die Solidarität derer gefordert, denen es sehr gut gehe, heißt es darin. Diese Krise dürfe nicht wieder, wie bei der Finanzkrise, von den „normalen“ Leuten bezahlt werden. Für die Zeit nach der Krise sieht das Papier eine Vermögenssteuer für Multimillionäre und Milliardäre vor, die im Jahr mindestens 100 Milliarden Euro einbringen soll. Damit sollten dauerhaft Zukunftsinvestitionen in Bildung, Sozialstaat, Energiewende und Infrastruktur ermöglicht werden. Die Fraktionsspitze spricht sich für die Zeit der Krise auch für eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf 90 Prozent, für den Niedriglohnsektor sogar auf 100 Prozent aus.

    Flüchtlinge in Frankreich aufgegriffen

    Die französischen Behörden haben 116 Flüchtlinge aufgegriffen, die vergeblich versucht haben, über den Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen. 53 von ihnen wurden nach offiziellen Angaben aus dem Meer gerettet, die übrigen wurden nach einem gescheiterten Fluchtversuch an einem Strand in Wimereux gefunden. Die Zahl der Migranten, die von Frankreich aus versuchen, das Vereinigte Königreich zu erreichen, hat in den vergangenen Wochen stark zugenommen. Im Mittelmeer sind unterdessen die ersten von 350 Migranten vom deutschen Rettungsschiff „Sea-Watch 4“ auf ein Quarantäneschiff vor der Küste Siziliens gebracht worden. Später sollen sie dort an Land gehen.

    Corona Impfstoff in den USA ab Oktober

    Die USA bereiten sich auf die Verteilung eines Coronavirus-Impfstoff bereits ab Ende Oktober vor. Die US-Zentren für Seuchenkontrolle und -Prävention (CDC) haben alle Bundesstaaten aufgefordert, sich auf die Verteilung von potenziellen Impfstoffen an Hochrisikogruppen einzustellen. Für die Planung stelle CDC den Staaten bestimmte Planungsannahmen zur Verfügung, einschließlich möglicherweise begrenzter Mengen an Impfstoffen im Oktober und November, sagte eine CDC-Sprecherin gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Bis zum 1. November müssten die Verteilzentren „vollständig einsatzbereit“ sein, forderte CDC-Direktor Redfield die Gouverneure aller Bundesstaaten auf, den Bau voranzutreiben. Kritiker warnen allerdings davor, einen Impfstoff aus rein politischen Gründen vorschnell freizugeben.

    Corona gefährdet Zukunft von Millionen Flüchtlingskindern

    Die Coronavirus-Pandemie bedroht nach einem Bericht des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR die Zukunftschancen von Millionen minderjährigen Flüchtlingen. Der Ausfall der Schulen und die Not ihrer Familien könnten ihnen den Bildungsweg aus der Armut für immer abschneiden, warnte das UNHCR in Genf. Nach allem, was sie durchgemacht haben, können wir ihnen jetzt nicht auch noch dadurch, dass sie nicht mehr zur Schule gehen können, die Zukunft rauben, sagte UNHCR-Chef Filippo Grandi. Er appellierte an die Regierungen, Flüchtlinge und Aufnahmeländer stärker zu unterstützen. Das UNHCR stellte die deutsche DAFI-Initiative für Stipendien als gutes Beispiel heraus. Sie hat seit 1992 mehr als 15.500 Geflüchteten ein Studium ermöglicht.

    Peking erlaubt wieder internationale Flüge

    Nach einer halbjährigen Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie sind heute erstmals wieder internationale Flüge aus wenigen ausgewählten Ländern zum Pekinger Flughafen aufgenommen worden. Anfangs wurden acht Länder ausgesucht, in denen die Ansteckungszahlen vergleichsweise gering sind. Deutschland zählt nicht dazu, aus Europa aber Österreich, Dänemark, Schweden und Griechenland. Als weitere Länder wurden Thailand, Kambodscha, Pakistan sowie Kanada ausgewählt.

    Ärztekammer für umfassende Grippeimpfungen

    Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat Lehrkräfte und Kita-Personal aufgerufen, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Die zu erwartende Grippewelle dürfe nicht den Betrieb von Schulen und Kitas gefährden, sagte er der Funke Mediengruppe. Auch die Kinder sollten deshalb in diesem Jahr so umfänglich wie möglich gegen Grippe geimpft werden, betonte er. Nur so könne das gesamte Bildungssystem geschützt werden. Aufgrund der geltenden Abstands- und Hygieneregeln könnte die Grippewelle harmloser ausfallen als in früheren Jahren. Dennoch sei die Impfung wichtig, auch im Hinblick auf die Pandemie.

    mk/ae

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    Tags:
    Impfstoff, Flüchtlinge, Coronavirus, Frankreich, Deutschland, USA