22:19 19 September 2020
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    Australien verlängert Corona-Reisesperre um drei Monate; Gesundheitspolitiker wollen kürzere Quarantänezeit; Stille Trauer vor Mehrfamilienhaus in Solingen; Angriffe auf Polizisten in Leipzig; Tagestouristen in Mecklenburg-Vorpommern wieder willkommen; Umweltkatastrophe vor Sri Lanka

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    Australien verlängert Corona-Reisesperre um drei Monate

    Australien hat seine internationale Corona-Reisesperre um weitere drei Monate verlängert. Gesundheitsminister Greg Hunt kündigte an, dass die Grenzen bis mindestens 17. Dezember für Besucher aus dem Ausland geschlossen bleiben. Die Regierung reagiere damit auf den Rat des Komitees für Gesundheitsschutz AHPPC. Die Behörde habe festgestellt, dass die internationale und nationale Covid-19-Situation weiterhin ein inakzeptables Risiko für die öffentliche Gesundheit darstelle, hieß es in einer Mitteilung. Die Verlängerung der Reisesperre sei eine angemessene Reaktion auf dieses Risiko. Die Grenzen Australiens sind wegen der Pandemie seit März dicht, auch Menschen mit ständigem Wohnsitz in Australien dürfen das Land nur in Ausnahmefällen verlassen. Die Opposition kritisierte die Ankündigung und erinnerte an 23.000 Australier, die im Ausland gestrandet seien und nun weiter nicht ins Land könnten. In Australien wurden bislang rund 26.000 Infektionsfälle bestätigt, etwa 700 Menschen starben in Zusammenhang mit Covid-19, bei rund 25 Millionen Einwohnern.

    Gesundheitspolitiker wollen kürzere Quarantänezeit

    Gesundheitspolitiker mehrerer Bundestagsfraktionen haben sich für eine kürzere Quarantänezeit bei Corona-Verdachtsfällen ausgesprochen. Sie folgen damit einem Vorschlag des Virologen Drosten. Der hatte dafür plädiert, die Quarantänezeit von derzeit 14 auf fünf Tage zu verkürzen. Der SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach sagte der Zeitung „Die Welt“, man wisse, dass fast alle Menschen nach fünf Tagen nicht mehr ansteckend seien. Deshalb sollte die Quarantänezeit auf diesen Zeitraum begrenzt werden. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Aschenberg-Dugnus meinte, eine nur fünftägige Quarantäne erhöhe die Akzeptanz in der Bevölkerung für diese Maßnahme.

    Stille Trauer vor Mehrfamilienhaus in Solingen

    Nach dem gewaltsamen Tod von fünf Kindern in Solingen ist vor dem Wohnhaus Stille eingekehrt. Menschen hätten in der Nacht weiter Kerzen vor dem Eingang des Mehrfamilienhauses angezündet, berichtete ein dpa-Reporter. Dazu wurden Blumen und Teddybären als Zeichen der Trauer abgelegt. Am frühen Freitagmorgen waren kaum noch Menschen vor Ort. Die Polizei baute die Absperrungen um das Haus in Solingen-Hasseldelle zurück. Die fünf Kinder - der Polizei zufolge drei Mädchen im Alter von eineinhalb, zwei und drei Jahren sowie zwei Jungen im Alter von sechs und acht Jahren - waren am Donnerstag tot in einer Wohnung entdeckt worden. Die 27 Jahre alte Mutter steht im Verdacht, sie getötet zu haben. Anschließend soll die Deutsche sich im nahe gelegenen Düsseldorf vor einen Zug geworfen und schwer verletzt überlebt haben. Weitere Informationen gab die Polizei bis zum Morgen nicht bekannt.

    Angriffe auf Polizisten in Leipzig

    Bei einer Demonstration gegen die Räumung eines besetzten Hauses ist es in Leipzig zu vereinzelten Angriffen auf Polizeibeamte gekommen. Aus dem Protestzug heraus wurden einige Kollegen mit Flaschen beworfen und Einsatzfahrzeuge beschädigt, erklärte eine Polizeisprecherin gegenüber der Bild -Zeitung. Nach vermehrten Angriffen habe man dann unmittelbaren Zwang anwenden müssen. Die linke Szene hatte nach der Räumung eines besetzten Hauses im Netz mobil gemacht und unter anderem gedroht: „Nehmt ihr uns die Häuser ab, machen wir die City platt“.

    Tagestouristen in Mecklenburg-Vorpommern wieder willkommen

    Von diesem Freitag an dürfen Tagestouristen wieder nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Wegen der Corona-Pandemie waren seit Mitte März die Gäste meist aus umliegenden Bundesländern nicht mehr willkommen. Solche Ausflüge galten als illegal und konnten mit Bußgeldern von bis zu 2000 Euro belegt werden. Schätzungen zufolge sind den Unternehmen im Land aufgrund fehlender Tagestouristen drei bis fünf Millionen Euro pro Tag an Umsatz verloren gegangen. Aus Sicht der Landesregierung waren die Beschränkungen ein wirksames Instrument, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen.

    Umweltkatastrophe vor Sri Lanka

    Feuer auf dem Öltanker New Diamond nahe Sri Lanka am 3. Septmeber 2020
    © REUTERS / Sri Lankan Airforce media / Handout
    Nach dem Brand auf einem Öltanker in der Nähe von Sri Lanka ist Öl ins Meer ausgelaufen. Das meldete die Behörde Sri Lankas, die für den Schutz der Meeresumwelt zuständig ist. Zudem hätte sich das Feuer auf dem Tanker auf das Deck ausgebreitet, teilte Sri Lankas Luftwaffe mit. Die Löscharbeiten mit zwei Helikoptern mussten am Abend unter anderem aufgrund schlechter Sichtverhältnisse und starker Winde abgebrochen werden. Laut eines Armeekommandanten drohen 270.000 Tonnen Öl ins Meer auszulaufen.

    mk/ae

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