09:50 04 Dezember 2020
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    Die Nato will laut Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu zur Konfrontation zurückkehren, wie sie es in der Zeit des Kalten Krieges gegeben hat. Ihm zufolge haben die westlichen Medien eine Propagandakampagne gegen Russland aufgezogen, um die Weltgemeinschaft von der angeblich aggressiven Außen- und Militärpolitik Moskaus zu überzeugen.

    Schoigu betonte, dass die Nato eine militärische Infrastruktur entwickle und weiterhin ein Raketenabwehrsystem in Osteuropa einsetze

    „Tatsächlich versucht die Nordatlantische Allianz, zur Konfrontation der Ära des Kalten Krieges zurückzukehren“, sagte Shoigu gegenüber den Reportern zum Abschluss der Army Games 2020.

    Er betonte, dass „die antirussische Rhetorik von hochrangigen Beamten des Bündnisses weit verbreitet“ sei.

    „In den konzeptionellen Dokumenten des Blocks wird unser Land als Hauptbedrohung für die Sicherheit definiert. In den westlichen Medien wurde eine groß angelegte Propagandakampagne gestartet. Ziel ist es, die Weltgemeinschaft von der angeblichen Aggressivität der russischen Außen- und Militärpolitik zu überzeugen“, fuhr Schoigu fort.

    Er betonte, dass der Grund dafür offensichtlich sei. „Russland verfolgt eine unabhängige Politik, beteiligt sich aktiv an der Lösung globaler Probleme und fungiert als Vermittler bei der Beilegung von Konflikten“, unterstrich der Minister.

    Die wachsende internationale Autorität Russlands habe die Entwicklung nicht nur eurasischer, sondern auch globaler Integrationsverbände wie der BRICS stimuliert.

    „All dies wird vom Westen als Herausforderung für seine Führung angesehen, als Versuch, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion entstandene unipolare Weltordnung zu zerstören“, bemerkte Schoigu.

    Darüber hinaus machte er darauf aufmerksam, dass Russland der Nato kürzlich vorgeschlagen habe, die Anzahl der Militärübungen während der Pandemie zu verringern, um weitere Komplikationen in den Beziehungen zu verhindern. Brüssel habe jedoch auf diese Idee negativ reagiert.

    Die Zahl der Nato-Aufklärungsflugzeuge in der Nähe der russischen Grenzen sei in letzter Zeit im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 30 Prozent gestiegen, sagte Schoigu.

    Vom 23. August bis 2. September habe Russlands Luftfahrt mindestens zehnmal abgehoben, um Aufklärungsflugzeuge über der Ostsee, der Barentssee und dem Schwarzen Meer abzufangen.

    „Um die Sicherheit zu gewährleisten und die nationalen Interessen zu schützen, sind unsere Streitkräfte gezwungen, auf unfreundliche Nato-Aktionen zu reagieren und die Kampffähigkeiten zu verbessern. Alle ergriffenen Maßnahmen zielen ausschließlich auf die Stärkung der Verteidigung ab, sind in ihrem Umfang begrenzt und entsprechen modernen militärischen Gefahren“, sagte Schoigu.

    „Wir sind nicht an einem neuen Wettrüsten interessiert. Um Spannungen abzubauen, wollen wir die maximale Offenheit in Fragen der militärischen Aktivität einhalten“ so der Minister abschließend.

    sm/sna/ae

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    Tags:
    Moskau, der Kalte Krieg, Sergej Schoigu