09:37 30 September 2020
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    Mehr als zwei Wochen nach der Verkündung einer Waffenruhe haben sich die libyschen Konfliktparteien zu Gesprächen getroffen. Delegationen der international anerkannten Regierung in Tripolis und des in Ost-Libyen ansässigen Parlaments kamen am Sonntag in der marokkanischen Stadt Bouznika zusammen, meldete Marokkos staatliche Nachrichtenagentur MAP.

    Bei den zweitägigen Gesprächen solle der Waffenstillstand gefestigt und der Weg zu Verhandlungen über eine Beilegung der Streitigkeiten in dem Land geebnet werden. Von Seiten der in der Hauptstadt Tripolis ansässigen Regierung hieß es, es handele sich um inoffizielle Gespräche. Ziel sei es, den Dialog zwischen den libyschen Parteien wiederzubeleben. Die ersten Gespräche seien in positiver Atomsphäre verlaufen.

    Libyens international anerkannte Regierung in Tripolis hatte vor mehr als zwei Wochen eine Waffenruhe bekanntgegeben, der sich auch das Parlament in Ost-Libyen anschloss. Die selbst ernannte Libysche Nationalarmee (LNA) unter der Führung des einflussreichen Generals Chalifa Haftar zweifelte jedoch an der Waffenruhe und bezeichnete sie als Manöver. Haftar, der mit dem ostlibyschen Parlament in Tobruk verbündet ist, hatte im vergangenen Jahr eine Offensive auf Tripolis begonnen.

    In dem nordafrikanischen Land herrscht seit dem Sturz des langjährigen Staatschefs Muammar al-Gaddafi 2011 ein Bürgerkrieg. Die Regierung in Tripolis wird von der Türkei unterstützt, während General Hafter Hilfe unter anderem von Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Russland erhält.

    ls/sb/dpa

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    Tags:
    Libysche Nationalarmee LNA, Chalifa Haftar, Marokko, Libyen