16:18 18 September 2020
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    Der serbische Präsident Aleksandar Vucic hat Aufrufe politischer Gegner zum Rücktritt wegen des in Washington unterzeichneten Abkommens über das Kosovo zurückgewiesen.

    Die von Vucic geleitete serbische Delegation hat in den Vereinigten Staaten einen zweitägigen Besuch abgestattet, wo sie Gespräche mit dem „Premierminister“ des Kosovo, Avdullah Hoti, geführt hatte. Zum Abschluss der Verhandlungen haben die Parteien ein Abkommen über wirtschaftliche Zusammenarbeit unterzeichnet, was unter Vermittlung von Präsident Donald Trump erfolgte.

    Die größte Kritik an der serbischen Opposition wurde durch den Punkt des Dokuments verursacht, der die Verlegung der serbischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem vor dem Hintergrund der Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo durch Israel betrifft, was sich auf die Beziehungen zu Partnern im Nahen Osten auswirken könnte. Die Empörung der Opponenten von Vucic bezieht sich auch auf die Notwendigkeit einer Diversifizierung der Energieversorgung und das Verbot der Installation der 5G-Ausrüstungen von „unzuverlässigen Lieferanten“, was ihrer Meinung nach die Beziehungen zum Gasversorger Russland sowie zu China beeinträchtigen werde, dessen Unternehmen Huawei zuvor mit Belgrad ein Dokument über die Zusammenarbeit unterzeichnet hatte.

    Als Antwort auf die Kritik erklärte Vucic, er sei „stolz auf die Unterzeichnung (…)“.

    „Zurücktreten, weil man Serbien die höchste Ehre erwiesen hat, dass man im Oval Office sein kann, etwas unterschreiben, das Serbien gar nicht demütigt? Ich bin stolz darauf“, erklärte der serbische Staatschef bei einer Live-Sendung im TV-Sender Pink.

    „Aber ich verstehe sie (die Opposition), jeder hat das Recht, etwas zu fordern. Sie werden in anderthalb Jahren Wahlen bekommen und wie immer ‚gewinnen‘“, bemerkte Vucic ironisch.

    ek/mt/sna

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    Tags:
    Kritik, Opposition, Abkommen, Kosovo, Alexandar Vučić, USA, Serbien