09:53 04 Dezember 2020
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    Während die jüngsten Urteile im Mordfall des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi (auch Dschamal Chaschukdschi) laut dem Chef des Kommunikationsausschusses der türkischen Präsidentenadministration, Fahrettin Altun, die Erwartungen der Türkei nicht erfüllt haben, sind die Familienmitglieder des Journalisten laut Medien zufrieden.

    „Das endgültige Urteil, das heute das saudische Gericht zum Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi (...) gefällt hat, hat die Erwartungen der Türkei und der internationalen Gemeinschaft nicht erfüllt“, twitterte Altun am Montag. Ferner schrieb er:

    „Bislang wissen wir nicht, was mit der Leiche von Khashoggi passiert ist, wer seinen Tod wollte und ob es lokale Kollaborateure gegeben hat, was die Glaubwürdigkeit des Gerichtsverfahrens im KSA (Königreich Saudi-Arabien) in Frage stellt.“

    Familie ist zufrieden

    Die Familie bezeichnete die Urteile Medienberichten zufolge als „faire Entscheidungen“, die einen Abschreckungsfaktor für jeden Verbrecher und Täter, wer sie auch immer gewesen seien, darstellen würden.

    Reuters meldet unter Berufung auf die Zeitung „Asharq Al awsat“, dass der Anwalt der Familie des getöteten Journalisten die Gerichtsurteile für „fair und abschreckend“ halte.

    Ein saudisches Gericht hatte am Montag im Prozess wegen der Ermordung des saudischen regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi in Istanbul 2018 endgültige Urteile in Bezug auf acht Personen gefällt.

    Demnach wurde die Todesstrafe für die fünf Hauptangeklagten aufgehoben und in eine 20-jährige Haftstrafe umgewandelt. Drei Menschen wurden ebenfalls zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Namen der Angeklagten wurden nicht veröffentlicht.

    Mordfall Khashoggi

    Jamal Khashoggi, Mitarbeiter der US-Zeitung „Washington Post“, wurde am 2. Oktober 2018 im saudischen Konsulat in Istanbul ermordet und der Leichnam anschließend zerstückelt. Türkische und saudische Behörden hatten in dem Fall die Ermittlungen übernommen.

    Riad behauptete zunächst, der Journalist sei nach dem Verlassen des Konsulatsgebäudes verschwunden. Die dann aufgetauchten Video- und Audioaufnahmen waren so überzeugend, dass die Behörden zugeben mussten, er sei „infolge eines Streits mit Konsularbeamten“ getötet worden. Die türkische Polizei konnte Khashoggis Leiche nie finden.

    Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman übernahm die volle Verantwortung für die Tat, bestritt aber, die Tötung angeordnet zu haben.

    ak/rtr/sna/sb

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    Tags:
    Gerichtsurteil, Familie, Türkei, Journalist, Dschamal Chaschukdschi, Mordfall, Saudi-Arabien