06:00 21 September 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    278625
    Abonnieren

    Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko hat in einer Stellungnahme zu den Massenprotesten in der Republik davor gewarnt, dass Ähnliches auch in Russland passieren könnte. Lukaschenko gewährte am Dienstag in Minsk dem russischen TV-Journalisten Anton Wernizki und seinen drei Kollegen ein Interview.

    „… Ihr solltet nicht denken, dass etwas Ähnliches in Russland nicht passieren könnte“, zitiert der Journalist Lukaschenko auf seinem Instagram-Kanal.

    Die Massenproteste in Weißrussland hatten am 9. August nach der Präsidentschaftswahl begonnen, bei der sich Lukaschenko zum sechsten Mal in Folge zum Wahlsieger hatte ausrufen lassen. Nach Angaben der weißrussischen Wahlbehörde kam der seit 1994 regierende Lukaschenko auf 80,1 Prozent der Stimmen. Seine Herausforderin Swetlana Tichanowskaja erhielt 10,12 Prozent.

    Allerdings erkennt sie ihre Niederlage nicht an: Laut ihrem Wahlkampfteam gewann sie die Wahl mit 70 bis 80 Prozent der Stimmen. Schon spät am Wahltag gingen landesweit Tausende Menschen auf die Straße. Die Demonstrationen waren nicht von den Behörden genehmigt.

    In der Hauptstadt Minsk errichteten Demonstranten Barrikaden aus Mülltonnen. Die Miliz (Polizei in Weißrussland - Anm. d. Red.) trieb zuerst nach eigenen Angaben die Protestierenden mit Tränengas, Wasserwerfern und Blendgranaten auseinander, verzichtete aber später auf solche Methoden.

    ls/mt/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Putin: Darum musste Russland Hyperschallwaffen entwickeln
    „Gigantischer Roboter“ in Area 51? Seltsame Sichtung auf Google Earth gemeldet – Video
    Moskau wirft Washington Wunschdenken in Bezug auf antiiranische Sanktionen vor
    Tags:
    Alexander Lukaschenko, Russland, Weißrussland