21:39 27 September 2020
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    Flüchtlingslager Moria auf Lesbos steht in Flammen; Polizeichef von Rochester tritt zurück; Trump weitet Stopp bei Offshore-Ölförderung aus; Warnstreiks bei der Post; Tests von Corona-Impfstoff ausgesetzt; Lebensraum von einer Milliarde Menschen im Jahr 2050 bedroht

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Mittwoch geschehen ist.

    Flüchtlingslager Moria auf Lesbos steht in Flammen

    Im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos und seiner Umgebung sind in der Nacht mehrere Brände ausgebrochen. Medienberichten zufolge stehen auch Wohncontainer in Flammen, weshalb die Behörden das Lager evakuierten. Mittlerweile hätten fast alle Menschen das nahezu vollständig in Flammen stehende Lager verlassen, berichtet der staatliche griechische Radiosender ERT. Über die Ursache gab es unterschiedliche Angaben. Manche Lagerbewohner sprachen von Brandstiftung von Inselbewohnern, anderen Berichten zufolge hatten Migranten selbst Feuer gelegt und behinderten danach die Feuerwehr bei den Löscharbeiten. Das Lager ist seit Jahren überfüllt.

    Polizeichef von Rochester tritt zurück

    Nach der Empörung über den Tod eines schwarzen Amerikaners infolge eines brutalen Polizeieinsatzes in Rochester tritt der Polizeichef der US-Stadt zurück. La'Ron Singletary werde seinen Posten zum Monatsende räumen, sagte Bürgermeisterin Lovely Warren auf einer Pressekonferenz. Am Wochenende hatte es am Rande von Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt auch Krawalle in Rochester gegeben. Details zu dem Polizeieinsatz von März waren erst vergangene Woche bekanntgeworden, nachdem die Familie des Verstorbenen Aufnahmen von Polizeikameras veröffentlicht hatte. Darin ist zu sehen, wie mehrere Polizisten einen nackten Mann auf der Straße festnehmen, der sichtlich unter Drogeneinfluss steht. Sie ziehen dem 41-Jährigen eine Art Kapuze über, die sie davor schützen soll, angespuckt zu werden, und drücken seinen Kopf auf den Asphalt. Eine Woche später starb der Mann im Krankenhaus. Sieben Polizisten wurden nach Veröffentlichung des Videos suspendiert.

    Trump weitet Stopp bei Offshore-Ölförderung aus

    US-Präsident Donald Trump hat den Stopp der Offshore-Ölförderung an der Küste von Florida ausgeweitet. Trump verlängerte das bisher bis Mitte 2022 geltende Verbot der Vergabe neuer Bohrrechte im Golf von Mexiko um zehn Jahre. Außerdem weitete er den Stopp auf die Atlantik-Küste Floridas sowie der Bundesstaaten Georgia und South Carolina aus. Obwohl die Trump-Regierung am Anfang ihrer Amtszeit eine Lockerung der Offshore-Einschränkungen in Aussicht gestellt hatte, gab sie diese Überlegungen später auf.

    Warnstreiks bei der Post

    Mit Blick auf die nächste Verhandlungsrunde mit der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi heute Morgen zu Warnstreiks aufgerufen. Zum Auftakt legten Postbeschäftigte nach Gewerkschaftsangaben am Morgen an mehreren Standorten in NRW sowie am Münchner Briefzentrum ihre Arbeit nieder. Man interpretiere das zuletzt unterbreitete Angebot als „Provokation, und das werden sich unsere Mitglieder, die Tag für Tag zum Unternehmenserfolg beitragen, nicht einfach so bieten lassen“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis heute. Der Post-Konzern habe sein Ergebnis in der Corona-Pandemie deutlich steigern können.

    Tests von Corona-Impfstoff ausgesetzt

    Eine Niederlassung vom Pharmakonzern AstraZeneca in Sydney
    © REUTERS / AAP Image / Dan Himbrechts
    Der britische Pharmakonzern AstraZeneca hat seine Studien an einem möglichen Impfstoff gegen das Coronavirus auf Eis gelegt. Man müsse den Fall eines Probanden untersuchen, bei dem eine gravierende Nebenwirkung aufgetreten sei, hieß es. Die Gesundheitsnachrichten-Webseite „Stat News“ berichtet unter Berufung auf eine Sprecherin des Konzerns von mutmaßlichen schwerwiegenden Nebenwirkungen. Der Standard-Prozess habe eine Impfpause ausgelöst, um die Überprüfung der Sicherheitsdaten zu ermöglichen, wird die Sprecherin zitiert. Der unter AZD1222 bekannte experimentelle Impfstoff befindet sich in Großbritannien, Brasilien und Südafrika in späten klinischen Studien und galt bisher als einer der führenden Kandidaten bei der Entwicklung einer wirksamen Impfung gegen Corona.

    Lebensraum von einer Milliarde Menschen im Jahr 2050 bedroht

    Im Jahr 2050 könnte einer Studie zufolge der Lebensraum von mehr als einer Milliarde Menschen auf der Welt bedroht sein. Klimawandel, Konflikte und Unruhen könnten etliche dieser Menschen dazu drängen, ihre Heimatländer zu verlassen, prognostiziert eine Untersuchung des Institute for Economics and Peace, die heute in London vorgestellt wurde. Besonders bedrohte Hotspots sind demnach die afrikanische Sahelzone, weiter südlich liegende afrikanische Staaten wie Angola oder Madagaskar sowie der Nahe Osten von Syrien bis Pakistan. Als größte Bedrohungen sehen die Autoren Stürme und Überflutungen, aber auch Wasserknappheit und eine unsichere Versorgung mit Lebensmitteln. Bei ihren Berechnungen gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Naturkatastrophen mindestens mit gleicher Regelmäßigkeit auftreten wie in den vergangenen Jahrzehnten.

    mk/sb

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    Tags:
    Flüchtlingslager, Deutschland, USA, Streik, Coronavirus, Lesbos