20:23 24 November 2020
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    Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis und Österreichs Kanzler Sebastian Kurz haben in einer gemeinsamen Erklärung vom Mittwoch ihre Entschlossenheit zur Bekämpfung illegaler Migration bekräftigt.

    „Griechenland als ein Land an der EU-Außengrenze und Österreich als Zielland werden ihre Arbeit fortsetzen, eine gemeinsame und wirksame europäische Politik in diesen Fragen zu erreichen“, so Mitsotakis.

    Kurz zufolge geht es darum, allen potenziell illegal Einwandernden das klare Signal einer restriktiven Migrationspolitik zu senden, das Geschäftsmodell der Schlepper zu zerstören und das Ertrinken von Flüchtlingen im Mittelmeer zu stoppen. Der Kanzler warnte auch erneut davor, sich von der Türkei erpressen zu lassen. Denn Ankara droht immer wieder damit, die Grenzen für Migranten in Richtung Mitteleuropa zu öffnen.

    Anlass für das gemeinsame Statement der beiden Regierungschefs bot die Tatsache, dass sich Europa vor fünf Jahren dem Höhepunkt einer Migrationskrise genähert hatte. 

    Im griechisch-türkischen Konflikt um ein Recht auf Gaserkundungen im östlichen Mittelmeer steht Kurz ebenfalls auf der Seite Athens. Ihm zufolge sind die türkischen Ambitionen ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht. Der österreichische Regierungschef forderte, die EU müsse klar zugunsten Griechenlands Stellung beziehen.

    Laut neuesten Medienberichten sind im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos und seiner Umgebung in der Nacht zum Mittwoch mehrere Brände ausgebrochen. Auch Wohncontainer stehen in Flammen. Die Behörden evakuierten das Lager. Derzeit leben in dem vollständig überfüllten Camp nach Angaben des griechischen Migrationsministeriums rund 12.600 Flüchtlinge und Migranten - bei einer Kapazität von 2800 Plätzen.

    ls/sb/dpa

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    Tags:
    Türkei, Österreich, Griechenland