14:23 19 September 2020
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    Das russische Außenministerium hat am Mittwoch dem deutschen Botschafter Géza Andreas von Geyr einen Protest im Zusammenhang mit „grundlosen Anschluldigungen und Ultimaten“ gegen Russland im Fall Alexej Nawalny ausgesprochen.

    Sein Besuch am Mittwoch dauerte fast zwei Stunden. 

    „Dem Botschafter wurde ein entschlossener Protest im Zusammenhang mit unbegründeten Anschuldigungen und Ultimaten der Bundesregierung gegen Russland angesichts der Erkrankung und Hospitalisierung des russischen Staatsbürgers Nawalny sowie der offensichtlichen Ausnutzung der Situation (...) als Vorwand zur Diskreditierung unseres Landes auf internationaler Ebene bekundet", erklärte das Amt. 

    Die Ärzte der Berliner Charité, wo Nawalny seit dem 22. August behandelt wird, teilten am Montag mit, dass sein Gesundheitszustand sich verbessert habe. Das künstliche Koma bei ihm wurde demnach beendet.

    Die Bundesregierung hatte am 2. September nach Untersuchungen eines Spezial-Labors der Bundeswehr mitgeteilt, sie sehe es als zweifelsfrei erwiesen an, dass Nawalny mit einem chemischen Nervenkampfstoff der Nowitschok-Reihe vergiftet worden sei.

    Die Behauptung der Bundesregierung steht im Widerspruch zu den Befunden der russischen Ärzte, die Nawalny zunächst im Omsker Krankenhaus behandelt hatten. Die Omsker Ärzte gaben als vorläufige Diagnose eine Stoffwechselstörung an. Diese soll ein drastisches Absinken des Blutzuckerspiegels verursacht haben. Laut dem leitenden Toxikologen Sibiriens, Alexander Sabaew, wurden in Nawalnys „Entgiftungsorganen“ (Leber, Lungen, Nieren) keine Giftstoffe entdeckt. 

    jeg/mt/sna

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    Tags:
    Russisches Außenministerium, Botschafter, Alexej Nawalny