08:55 30 September 2020
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    Dem Bericht der EU-Kommission zufolge müssen die Online-Riesen wie Facebook, Twitter und Google entschiedener gegen Fake News vorgehen.

    Laut der EU-Kommission müssten sie in erster Linie den Forschern einen besseren Zugang zu bestimmten Daten gewähren.

    „Es besteht keine strukturierte Zusammenarbeit zwischen den Plattformen und der Forschungsgemeinschaft“, heißt es im Bericht.

    Im Jahr 2018 hatten mehrere Technologieunternehmen sowie Vertreter der Werbebranche im Kampf gegen Fake News einen freiwilligen Verhaltenskodex unterzeichnet.

    Dieser habe gezeigt, dass die Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Desinformationen leisten könnten, sagte EU-Kommissionsvize Vera Jourova am Donnerstag.

    „Die Plattformen müssen jedoch verantwortungsbewusster werden, stärker zur Rechenschaft gezogen werden und transparenter agieren“, betonte sie.

    Zugleich kündigte Jourova erneut an, dass es Zeit sei, über freiwillige Maßnahmen der Unternehmen hinauszugehen. Ende des Jahres will die EU-Kommission dazu zwei Vorstöße machen.

    Bereits im Juni hatte die Behörde zudem einen Plan gegen Falschnachrichten in Bezug auf das Coronavirus vorgelegt. Gemäß dem Plan sollten Plattformen wie Facebook und Twitter monatliche Berichte über ihre Bemühungen vorlegen. Auch werden die Unternehmen zu einer engen Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern aufgefordert. Dadurch seien „konkrete und messbare Ergebnisse“ erzielt worden, hieß es am Donnerstag. Zuverlässige Quellen würden hervorgehoben, irreführende und falsche Inhalte herabgestuft oder entfernt, die Zusammenarbeit mit Faktenprüfern und Forschenden sei intensiviert worden.

    Als Beispiel nennt die EU-Kommission, dass Facebook und Instagram mehr als zwei Milliarden Menschen auf Inhalte von Gesundheitsbehörden wie der Weltgesundheitsorganisation hingewiesen hätten.

    ac/mt/dpa

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    Tags:
    soziale Netzwerke, Twitter, Facebook, Fake-News, Vorgehen, Bericht, EU-Kommission