09:33 30 September 2020
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    EU braucht gemeinsame Flüchtlingspolitik; Kassenärzte wollen Lockerungen der Corona-Regeln; CDU-Spitze will Signal für Frauenquote setzen; China und Indien wollen Truppen nach Grenzzwischenfällen zurückziehen; Deutscher Radiopreis für Drosten; Über 80 kurdische Jugendliche ohne Fahrschein im Zug

    Sputnik präsentiert Ihnen in Kürze, was in der Nacht zum Freitag geschehen ist.

    EU braucht gemeinsame Flüchtlingspolitik

    Nach der Zusage Deutschlands und Frankreichs, kurzfristig mehr minderjährige Migranten aus dem abgebrannten griechischen Lager Moria aufzunehmen, setzt Entwicklungsminister Gerd Müller auf die Solidarität innerhalb der EU. Jetzt müssten auch die anderen europäischen Länder und die EU-Kommission entschlossen handeln, sagte der CSU-Politiker der Passauer Neuen Presse. Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis bedankte sich bei Deutschland und Frankreich für die Bereitschaft, Minderjährige aufzunehmen.

    Kassenärzte wollen Lockerungen der Corona-Regeln

    Die Kassenärztliche Bundesvereinigung plädiert für eine weitere Lockerung der Corona-Regeln in Deutschland. „Man kann den Panikmodus ausschalten“, sagte der KBV-Vorsitzende Andreas Gassen dem Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ in einem heute veröffentlichten Interview. Bei genauerem Blick auf das Infektionsgeschehen gebe es derzeit keine explosionsartigen Corona-Hotspots. Auch gebe es auf den Intensivstationen erhebliche freie Kapazitäten. Die Zahl der Intensivpatienten und Sterbefälle sei weiterhin auf sehr niedrigem Niveau.

    CDU-Spitze will Signal für Frauenquote setzen

    CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer macht Druck bei der Modernisierung der Partei und will dabei ein klares Zeichen für eine Frauenquote setzen. Der CDU-Vorstand soll sich an diesem Montag hinter einen Entwurf für ein neues Grundsatzprogramm sowie einen Vorschlag der Struktur- und Satzungskommission zur Frauenquote stellen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Berlin. Damit würde der neuen CDU-Spitze, die beim Parteitag Anfang Dezember in Stuttgart gewählt werden soll, quasi eine Marschroute vorgegeben.

    China und Indien wollen Truppen nach Grenzzwischenfällen zurückziehen

    China und Indien haben sich auf erste Schritte geeinigt, um die neu aufgeflammten Spannungen an ihrer umstrittenen Himalaya-Grenze zu verringern. Die Truppen beider Seiten sollten sich schnell voneinander lösen und angemessenen Abstand halten, ihren Dialog fortsetzen und die Spannungen abbauen, heißt es nach Angaben der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua von heute in einer Vereinbarung beider Außenminister bei einem Treffen in Moskau. Chinas Chefdiplomat Wang Yi und sein indischer Kollege Subrahmanyam Jaishankar waren am Vortag am Rande des Außenministertreffens der Shanghai Kooperationsorganisation in der russischen Hauptstadt zusammengetroffen. Indien und China werfen sich gegenseitig Provokationen an der Grenzlinie vor. Erstmals seit mehr als vier Jahrzehnten waren diese Woche wieder Schüsse gefallen - beide Seiten gaben Warnschüsse ab.

    Deutscher Radiopreis für Drosten

    Der Virologe Christian Drosten hat für seine Mitwirkung am NDR-Info-Podcast „Coronavirus-Update“ den Sonderpreis des Deutschen Radiopreises verliehen bekommen. Dem Leiter der Virologie an der Berliner Charité sei es gelungen, „komplexe naturwissenschaftliche und epidemiologische Zusammenhänge allgemeinverständlich darzulegen“, heißt es in der Begründung des Beirats, der diesen Sonderpreis vergeben hat. Drosten habe populär erklärt, ohne populistisch zu werden, habe sich aufgrund neuer Erkenntnisse auch korrigiert und auf Trennung zwischen Politik und Wissenschaft bestanden. Das habe ihn zur zentralen Stimme in der Pandemie werden lassen.

    Über 80 kurdische Jugendliche ohne Fahrschein im Zug

    Mehr als 80 Aktivisten einer kurdischen Jugendbewegung sind in einem Zug von Lüneburg Richtung Hamburg ohne Fahrschein gefahren und haben dann bei der Kontrolle die Zugbegleiterin massiv angepöbelt. Deswegen stoppte der Zug im Bahnhof in Bardowick, wo die Bundespolizei mit mehr als 200 Beamten und unterstützt durch weitere Einsatzkräfte der Landespolizei im Einsatz war. Auf dem Gelände des Bahnhofs seien viele Personen weiter unkooperativ gewesen und hätten Polizeibeamte getreten und geschlagen. Einige Beamte hätten Verletzungen erlitten.

    mk/ae

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    Tags:
    Politik, Indien, China, Deutschland, EU