07:28 05 Dezember 2020
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    Trotz der im Abkommen mit der selbsterklärten Republik Kosovo erwähnten Diversifizierung von Energiequellen wäre es für Serbien unvorteilhaft, billigeres Gas aus Russland mit Flüssiggas-Lieferungen zu ersetzen. Diese Auffassung brachte der serbische Staatspräsident Aleksandar Vucic zum Ausdruck.

    Bei einem Interview mit dem serbischen nationalen Fernsehen wurde Vucic unter anderem gefragt, ob sich eine Diversifizierung auf die russischen Gaslieferungen auswirken würde.

    Einerseits gehöre nicht nur Gas zu den Energiequellen, betonte Vucic. Andererseits brauche Serbien ohnehin eine Diversifizierung. Das Dritte und Wichtigste sei, dass der russische Präsident Wladimir Putin wisse, „worauf wir dort verzichtet haben“, hob der Präsident hervor. Seine Äußerungen werden von russischen Medien zitiert.

    Vor einer Woche war die serbische Delegation unter der Leitung von Präsident Aleksandar Vucic für zwei Tage in die USA gereist und hatte dort Gespräche mit dem „Premierminister“ der selbsterklärten Republik Kosovo, Avdulah Hoti, geführt. Am 4. September unterzeichneten die Gesprächsparteien unter Vermittlung von US-Präsident Donald Trump ein Abkommen über wirtschaftliche Zusammenarbeit.

    „Es hieß (im Abkommensentwurf – Anm. d. Red.) weiter, Serbien verpflichte sich, LNG von der und der Quelle zu kaufen. Und ich sagte: Leute, wir werden das billigste Gas auf dem Markt kaufen. Unser Land ist nun zwar reicher als früher, aber immer noch nicht reich genug, um sich dazu zu verpflichten, teureres Gas zu kaufen. Das steht gar nicht zur Diskussion“, fuhr der serbische Staatschef fort.

    „Es macht keinen Sinn, anstelle des russischen Gases für teureres Gas zu zahlen“, betonte Vucic.

    asch/sna/ae

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    Tags:
    Aleksandar Vučić, Diversifizierung, Kosovo, USA, LNG, Flüssiggas, Flüssiggas, Gaslieferungen, Gaslieferung, Russland, Serbien